Hans Fallada und die liebe Verwandtschaft

Ausstellung vom 15. Mai bis 28. Juni 2014 und themenverwandter 31. LISTA am 22. Mai um 19:30 Uhr

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Fallada und die liebe Verwandtschaft - Buchcover
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28.04.2014  | LB  | LAKD - Landesbibliothek

Der 31. LISTA (Literaturstammtisch) ist der Familiengeschichte von Schriftsteller Hans Fallada alias Rudolf Ditzen gewidmet. Autorin Heide Hampel und Fallada-Sohn Achim Ditzen kommen zu einem Lese- und Gesprächsabend in die Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern. Hier wird zur selben Zeit eine Wanderausstellung des Hans-Fallada-Museums in Carwitz gezeigt, die 16 Schautafeln zur Vergangenheit der Familie Ditzen umfasst.

Hans Fallada und die liebe Verwandtschaft“ ist auch der Titel eines im Steffen Verlag erschienenen Buches, das an die Ausstellung anknüpft. Private Fotos und Dokumente, die 2008 und 2009 dem Fallada-Archiv von der Familie Ditzen als Schenkung übergeben wurden, sind der gemeinsame Grundstein für die Ausstellung und das Buch.

Die Fallada-Söhne Uli und Achim Ditzen trugen zur Aufarbeitung der erst in jüngster Zeit aufgefundenen Materialien viel bei. Nunmehr nutzt die Hans-Fallada-Gesellschaft die Dokumente für ihre Arbeit. Leider musste deren Mitteilungsblatt zur Jahreswende darüber informieren, dass Uli Ditzen, der ältere Sohn Hans Falladas, am 25.12.2013 im Alter von 83 Jahren verstorben ist und im Januar 2014 auf dem Carwitzer Dorffriedhof beigesetzt wurde.

Frau Liane Römer, die Initiatorin des Schweriner LISTA und zugleich Mitglied der Hans-Fallada-Gesellschaft, vermittelte zwischen Ausstellungsmachern und Interessenten im Schweriner Raum, dass die Exponate nun hier zu sehen sind. Die Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern zeigt die Tafeln zu den Spuren und Legenden der Ditzens vom 15.05. bis 28.06.2014 im Foyer.

Der inhaltliche Fokus liegt auf den Eltern und Großeltern des Dichters sowie auf Rudolf Ditzen selbst. Doch reicht die nachweisbare Familiengeschichte noch viel weiter zurück, nämlich bis auf das Jahr 1590. Dokumente und Fotos wurden gefunden, die von den Vorfahren der Ditzens und den mit ihnen verwandten Jherings, Stürenburgs und Kettlers berichten. Von ihnen weiß man, dass sie alle auf Bildung großen Wert legten. Es handelt sich um Familien, zu denen u.a. Juristen, Mathematiker und Theologen gehörten. Wir werden mit Beweisstücken aus vergangenen Jahrhunderten konfrontiert, sehen aber auch Fotos aus jüngerer Zeit, so z.B. mit Falladas Frau Anna und Sohn Achim aus dem Jahre 1951.

Ebenso anschaulich wie die Ausstellung berichtet auch das Buch von den Ditzens und ihren Vorfahren. Es ähnelt in Layout und Format bewusst einem Familienalbum. Zum Schauen sowie zu Lesung und Gespräch sind Sie herzlich eingeladen!

Ausstellung : 15. Mai bis 28. Juni 2014 zu den Öffnungszeiten der Bibliothek

31. LISTA    : am 22. Mai 2014 um 19:30 Uhr