Landeskonservator wechselte in den Ruhestand

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Dr. Klaus Winands, Foto: LAKD MV/LD
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01.11.2014  | LDP  | LAKD - Landesdenkmalpflege

Mit Wirkung vom 1. November 2014 wurde der Leiter der Abteilung Landesdenkmalpflege im Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Landeskonservator Dr. Klaus Winands, aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt. Die Funktion des Landeskonservators übte er seit dem 1. August 2011 aus. 

Der aus Aachen stammende Kunsthistoriker war von 1979-1986 beim dortigen Domkapitel tätig. Im Anschluss übernahm er die Aufgaben eines wissenschaftlichen Assistenten am Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege der RWTH Aachen. Seit 1992 arbeitete er im Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern als Gebietskonservator im vorpommerschen Landesteil und ab 1994 als Leiter der Abteilung praktische Denkmalpflege Vorpommern mit Sitz in Stralsund. Aufgrund von strukturellen Veränderungen übernahm er später die Leitung der Abteilung Inventarisation in Schwerin. 2006 wurde er Leiter des Dezernats Bau- und Kunstdenkmalpflege im neu geschaffenen Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, in dem auch das Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern aufging.

Dr. Klaus Winands legte Wert auf die Ausrichtung der Landesdenkmalpflege als wissenschaftliche Fachbehörde. So konnten in seiner Zeit als Landeskonservator zwei sehr erfolgreiche Fachtagungen ausgerichtet werden. Im November 2011 fand in Wismar eine Tagung mit dem Thema „Neue Forschungsergebnisse zu historischen Bürgerhäusern in Mecklenburg-Vorpommern“ statt. Einer großen Resonanz konnte sich auch die im März 2014 gemeinsam mit dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald veranstaltete Tagung „Historische Befunduntersuchungen an Kirchen Mecklenburg-Vorpommerns“ erfreuen. Hinzu kamen die Übernahme der Mitherausgeberschaft der umfangreichen Promotionsschrift des Bauforschers und Architekturhistorikers Tilo Schöfbeck, „Mittelalterliche Kirchen zwischen Trave und Peene. Studien zur Entwicklung einer norddeutschen Architekturlandschaft“ sowie die Herausgabe eigener Publikationen der Landesdenkmalpflege. Im nationalen Rahmen konnte die Überarbeitung des letztmalig vor 14 Jahren erschienenen Mecklenburg-Vorpommern-Bandes des Handbuchs der deutschen Kunstdenkmäler („Dehio“) in Angriff genommen werden.

Beherzt und sehr engagiert setzte sich Dr. Klaus Winands für die Aufnahme der mittelalterlichen Ausstattung des Doberaner Münsters und des Residenzensembles Schwerin auf die deutsche Tentativliste als Voraussetzung für eine spätere Eintragung in die Welterbeliste der UNESCO ein. Auch wenn es das Doberaner Münster leider nicht schaffte, auf die Tentativliste zu kommen, so ist die mit der Aufnahme in diese Liste verbundene Anerkennung des außergewöhnlichen universellen Wertes des Schweriner Residenzensembles zu einem guten Teil sein Verdienst und gleichzeitig ein krönender Abschluss seiner beruflichen Tätigkeit. Für den nun folgenden Ruhestand sei Dr. Winands das Beste gewünscht!

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