Geld für die Barbaren? Neue Erkenntnisse zu den römischen Münzen in Norddeutschland

Römische Münzen, gefunden in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: LAKD M-V/LA Details anzeigen
Römische Münzen, gefunden in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: LAKD M-V/LA
Römische Münzen, gefunden in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: LAKD M-V/LA
Römische Münzen, gefunden in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: LAKD M-V/LA
28.12.2017  | LA  | LAKD - Landesarchäologie

Vortrag von Dr. David Wigg-Wolf (Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt/Main)
im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden
am Mittwoch, dem 10. Januar 2018, um 19.30 Uhr

Als die Germanen an der südlichen Ostseeküste noch Tauschhandel betrieben, gab es im römischen Reich schon eine ausgeprägte Geldwirtschaft mit allen Begleiterscheinungen, die wir auch aus der Neuzeit kennen: Inflation, Fälschungen, schwankende Zinsen. Erstaunlich viele Münzen, die im römischen Reich oder den von ihm abhängigen Gebieten geprägt worden waren, fanden aber auch den Weg in den Norden.

In den letzten Jahren sind vor allem in Mecklenburg-Vorpommern viele solcher Münzen entdeckt worden. Durch den konsequenten Einsatz von Metalldetektoren in der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflege hat sich ihre Zahl mehr als verdoppelt. Heute sind über 200 römische Münzen aus Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Sie gelangten als Grabbeigaben in den Boden, gingen in Siedlungen verloren und wurden vielleicht auch als Opfergaben vergraben.

Warum und auf welchen Wegen kamen diese Münzen in den Norden? Warum waren sie überhaupt interessant, wenn man sie hier doch gar nicht als Zahlungsmittel benutzen konnte?  Dr. David Wigg-Wolf hat alle bislang in Mecklenburg- Vorpommern gefundenen römischen Münzen untersucht und stellt seine Überlegungen zu diesen Fragen vor.

Weitere Information: www.freilichtmuseum-gross-raden.de