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Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut


Neues vom Burgwall unter dem Schweriner Schloss

Schnitt durch den im Winter 941/942 oder kurz danach auf einem massiven Holzrost erbauten Burgwall. Foto: LAKD M-V, Landesarchäologie.*
Schnitt durch den im Winter 941/942 oder kurz danach auf einem massiven Holzrost erbauten Burgwall. Foto: LAKD M-V, Landesarchäologie.*

Seit dem Beginn der Grabungen im Juli 2014 hat sich eine Menge getan: Große Teile des begehbaren Medienkanals sind fertig, und auch die archäologischen Bergungs- und Dokumentationsarbeiten nähern sich dem Abschluss.

Inzwischen steht fest, dass der erste Burgwall auf der Insel im Schweriner See im Winter 941/942 oder kurz danach erbaut wurde. Schon kurze Zeit später, in den Jahren 963/965 oder kurz danach, war das Bauwerk so marode, dass es erneuert werden musste.

Sowohl der erste Burgwall als auch der erneuerte Wall liegen teilweise unter dem heutigen Innenhof, ihr Verlauf deckt sich also nicht mit den heutigen Schloßgebäuden. Um die Trasse für den begehbaren Medienkanal frei zu machen, musste ein Segment der Wallkonstruktion dokumentiert und geborgen werden.

Am Tag des offenen Landtages (21. Juni 2015) wurden die Ergebnisse der Grabungen auf mehreren Tafeln vorgestellt.

Zusätzlich zur konventionellen Dokumentation erfolgt eine dreidimensionale Aufnahme im structure-from-motion-Verfahren. Es ist das erste Mal, dass dieses Verfahren in so großem Umfang zur Dokumentation eines gut erhaltenen slawischen Burgwalles eingesetzt wird.

Die letzten Grabungsabschnitte, die jetzt begonnen werden, enthalten voraussichtlich die Außenfassade des 963/965 oder kurz danach erneuerten Walles.

 


* Schnitt durch den im Winter 941/942 oder kurz danach auf einem massiven Holzrost erbauten Burgwall. Der ganze Wall einschließlich der Außenfassade (rechts) ist nach innen (links) umgekippt. Über dem zusammengebrochenen ersten Wall wurde 963/965 oder kurz danach ein neuer, stärkerer Wall errichtet. Foto: LAKD M-V, Landesarchäologie.

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