Die Außenstelle des Landeshauptarchivs Schwerin in Rampe, eingerichtet in den neunziger Jahren auf dem Gelände der Diakonie vor allem zur Aufnahme des Archivgutes aufgelöster DDR- Behörden und -Einrichtungen sowie der Überlieferungen der Parteien und Massenorganisationen der Bezirke Schwerin und Neubrandenburg, hat ausgedient. In der Zeit vom 07. September bis 14. Oktober 2009 wurden durch die Firma Preiß & Co. Sachsen mehr als 7000 lfm Akten, 1300 Karten, 22000 Luftbildaufnahmen, 500 lfm Zeitungs- und Publikationsbestände sowie 4500 Mikrofilme in das neue Domizil im Gebäude der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in der Schweriner Johannes-Stelling-Straße überführt.
Der Umzug wurde notwendig, weil die Unterbringung in Rampe in ehem. Räumlichkeiten (Großgaragen) der Bezirksstelle Schwerin des MfS nur ein Provisorium darstellte und in keiner Weise den Normen für die dauernde Aufbewahrung von Archivgut entsprach. Die neuen Räumlichkeiten in der Landesbibliothek gewährleisten nicht nur eine äußerlich sondern auch klimatisch sichere Unterbringung des wertvollen Archivgutes. Die Verkürzung der Transportwege ist ein zusätzliches Plus.
Da aber auch im neuen Depot nicht genügend freie Lagerungskapazitäten für Neuzugänge vorhanden sind, ist damit keine Endlösung gefunden. Dies kann erst der von der Landesverwaltung in der Johannes-Stelling-Straße geplante Magazin-Neubau für das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege bringen. Nach Abschluss der Nachfolgearbeiten stehen die umgelagerten Bestände ab 02. November den Archivbenutzern wieder zur Verfügung.