Jahrbuch Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern 2021 (Band 69) erschienen

Jahrbuch Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern 69, 2021. Details anzeigen
Jahrbuch Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern 69, 2021.
Jahrbuch Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern 69, 2021.
Jahrbuch Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern 69, 2021.
03.02.2026  | LA  | LAKD - Landesarchäologie

Seit kurzem ist Band 69 des Jahrbuches Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern erhältlich. Er enthält auf 416 Seiten einen Nachruf, sieben wissenschaftliche Aufsätze und die umfassende Fundchronik der Landesarchäologie Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2021.

Im Nachruf würdigen Detlef Jantzen und Hildegard Gräfin von Schmettow das Wirken von Michael Wagner, der den Publikationen der Landesarchäologie über Jahrzehnte ihr unverwechselbares Gesicht gab und auch den grafischen Auftritt des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege nachhaltig prägte. Den Auftakt der wissenschaftlichen Aufsätze machen Julia Stratbücker und ihre Mitautor(inn)en mit einem Beitrag über den mesolithischen Fundplatz bei Kobrow, Lkr. Rostock. Ausgehend von der detaillierten Analyse dieses Platzes beleuchten sie den aktuellen Kenntnisstand zu den mesolithischen Aktivitätsmustern im Binnenland. Jens-Peter Schmidt stellt im folgenden Aufsatz zwei neue Griffzungenschwerter der Periode IV aus Mecklenburg-Vorpommern vor. Insbesondere das goldblechverzierte Schwert aus Güstrow lässt enge Beziehungen zu den dänischen Inseln erkennen. Daran schließen sich die Überlegungen von Sven Kalmring zu den frühmittelalterlichen Fernhandelsplätze an der südwestlichen Ostseeküste an. Ausgehend von den historischen und archäologischen Quellen versucht er, die Lücke zwischen den Handelsplätzen Rostock-Dierkow und Ralswiek zu schließen. Michael Kunzel und Bernd Wollschläger stellen den Brakteatenfund von Zaschendorf vor, einen Schlüsselfund zum Verständnis des Münzwesens der Grafschaft Schwerin, der mehrere bislang gar nicht oder nur in sehr wenig Exemplaren bekannte Münztypen enthält. Luisa Radohs widmet ihren Aufsatz den urbanen Elitekulturen in den mittelalterlichen Seehandelsstädten des südwestlichen Ostseeraumes und beleuchtet diese aus einem sozialhistorischen, einem materiellen und einem methodologischen Blickwinkel. Schließlich widmet Heiko Schäfer dem Münzschatz von Sietow eine eingehende Darstellung. Der Fund besteht hauptsächlich aus Witten verschiedener Herkunftsgebiete und ermöglicht einen Blick auf das Münzwesen in der Zeit um 1400 insgesamt.

Das Jahrbuch 2021 ist außer in der gewohnten, gedruckten Ausgabe erstmals auch als E-Book erschienen. Beide kosten 44 Euro und sind hier erhältlich.