„Der Schlüssel würde noch passen“ – Lesung & Gespräch mit Dr. Irina Scherbakowa am 09.04. ab 18 Uhr in der Landesbibliothek

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV, dem Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung MV

Cover "Der Schlüssel würde noch passen"; Verlagsgruppe Droemer Knaur Details anzeigen
Cover "Der Schlüssel würde noch passen"; Verlagsgruppe Droemer Knaur
Cover "Der Schlüssel würde noch passen"; Verlagsgruppe Droemer Knaur
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23.03.2026  | LB  | LAKD - Landesbibliothek

Irina Scherbakowa ist eine der bedeutendsten russischen Oppositionellen und Mitgründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Am 9. April präsentiert die vielfach ausgezeichnete Historikerin und Publizistin ihre im November erstmals in deutscher Sprache erschienenen Moskauer Erinnerungen ab 18 Uhr in der Landesbibliothek. Der Eintritt ist frei.

In ihrem neuen Buch "Der Schlüssel würde noch passen" erzählt die renommierte Autorin Irina Scherbakowa von den kurzen Jahren der Perestroika. Sie berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Moskau sowie auf dem Land zu Beginn der 1990er-Jahre. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Ihre beeindruckenden Moskauer Erinnerungen sind dicht verwoben mit der Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert, dem scheinbar unaufhaltsamen Abgleiten Russlands in die Diktatur und ihrem lebenslangen Kampf gegen Staatsterror und für die Erinnerung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Wanderausstellung „Das andere Russland. MEMORIAL: Der Kampf um historische Wahrheit und Demokratie“ statt, die noch bis zum 30.4.2026 im Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland besucht werden kann.