Fund des Monats April 2026
Aus Avignon nach Usedom. Ein Bleisiegel des Papstes Johannes XXII. aus Krummin, Lkr. Vorpommern-Greifswald


Abb. 1: Krummin, Lkr. Vorpommern Greifswald, Fpl. 26 (oberer Reihe) und Hansestadt Greifswald, Lkr. Vorpommern-Greifswald, Fpl. 212 (untere Reihe), päpstliche Siegel Johannes XXII.
Foto: LAKD M-V, Landesarchäologie, Heiko Schäfer.
Abb. 1: Krummin, Lkr. Vorpommern Greifswald, Fpl. 26 (oberer Reihe) und Hansestadt Greifswald, Lkr. Vorpommern-Greifswald, Fpl. 212 (untere Reihe), päpstliche Siegel Johannes XXII.
Foto: LAKD M-V, Landesarchäologie, Heiko Schäfer.
Am 19. Oktober 2025 sind die beiden ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger Martin Laue und Christian Blumenthal auf einem Acker westlich des Dorfes Krummin auf Usedom unterwegs. Sie finden ein scheibenförmiges Bleiobjekt (Abb. 1 oben). Schemenhaft ist auf beiden Seiten Schrift erkennbar, dazu auf einer Seite zwei Männerköpfe. Nach vorsichtiger Reinigung zu Hause wird mehr erkennbar: Die Vorderseite zeigt eine dreizeilige Inschrift im Perlkreis „JOHA NNES PP XXII“ und rückseitig im Perlkreis sind zwei bärtige Köpfe mit Überschrift S PA S PE zu sehen. Quer durch die Bleischeibe verläuft eine Durchlochung.
Sofortige Recherchen im Internet führen dann zur Gewissheit: es handelt sich um ein päpstliches Siegel beziehungsweise eine sogenannte „Bulla“ (lateinisch Bleisiegel) unter dem Episkopat Papst Johannes XXII. (geboren 1234 oder 1239 unter dem bürgerlichen Namen Jakob von Cahors), also aus dem Zeitraum zwischen 1316-1334. Er war bei seiner Wahl zum Papst bereits 72 Jahre alt, sollte aber noch weitere 18 Jahre als geistliches Oberhaupt der Kirche walten. Die beiden Köpfe auf dem Siegel stehen für die zwei im Neuen Testament der Bibel belegten Apostel (Simon) Petrus und Paulus (von Tarsus). Beide Persönlichkeiten stehen in der Nachfolge Christi, der eine als Gründer der Urgemeinde und erster Bischof Roms, der andere als Missionar, theologischer Lehrer des Christentums und Märtyrer. Das römische Papsttum verehrt bis heute beide als Säulen und Fundamente des Christentums. Die Darstellung auf päpstlichen Siegeln versinnbildlicht also die theologisch legimitierte Nachfolge, in der sich die jeweiligen Päpste zu den Aposteln sahen.
Etwa 15 päpstliche Siegel des Mittelalters sind aus Mecklenburg-Vorpommern als Bodenfunde überliefert, wobei allen gemeinsam die sehr ähnliche Gestaltung ist. Diese blieb über das gesamte Mittelalter – ganz im Sinne katholischer Tradition – und bis in das 20. Jahrhundert quasi unverändert. Lediglich zwei Päpste des 15. Jahrhunderts wichen von dieser Form durch figürliche Szenen ab. Anschaulich haben Felix Biermann und Dirk Meyer (2021, 47-48) die päpstliche Allgegenwart und vielfältige Zuständigkeit des Kirchenoberhauptes beschrieben: „Bis in den letzten Winkel … Europas … wurde der Papst in religiöse, politische und ökonomische Angelegenheiten miteinbezogen – er bestätigte Ämter, Schenkungen, Besitzrechte, sandte Einladungen zu Konzilien, religiöse Mitteilungen und Entscheidungen, nahm zu Ordensangelegenheiten Stellung, zog Abgaben – etwa die Servitien der Bistümer – ein, wurde zur Schlichtung von Streitigkeiten oft nur lokaler Bedeutung herangezogen, wozu er selbst dann Vertrauensleute – etwa Äbte örtlicher Klöster – mit der Fallprüfung und Berichterstattung betraute …“. Allein im Pontifikat Johannes´ XXII. ist eine Zahl von 60.000 Schriften (nach Zanke 2013) überliefert, davon sicher viele gesiegelt.


Abb. 2: Rekonstruktionszeichnung zur Anfertigung eines zweiseitigen Bleisiegels mit Hilfe eines Boulloterions.
© Josje van Leeuwen
Abb. 2: Rekonstruktionszeichnung zur Anfertigung eines zweiseitigen Bleisiegels mit Hilfe eines Boulloterions.
© Josje van Leeuwen
Die große Zahl gesiegelter Dokumente machte die Nutzung eines standardisierten, mechanischen Verfahrens zur Anbringung der Metallsiegel erforderlich. Mittels eines sogenannten Boulloterions1 (Abb. 2) prägte und befestigte man sie als Beglaubigungsmittel an einem Faden, der wiederum an dem Schriftstück hing. Päpstliche Siegel als Beglaubigungsmittel blieben zunächst bis zum Erreichen des Adressaten angeschnürt bei den Schriftstücken, doch zeigen archäologische Funde in Latrinen und Abfallschichten, dass man sie nicht selten später abschnitt und entsorgte (Ansorge 2005). Denn viele Urkunden waren zeitlich befristet oder zum Beispiel auf bestimmte Personen bezogen. Spätestens mit dem Ableben der Person, für welche die Urkunde ausgestellt worden war, erlosch in der Regel die Rechtskraft des Dokumentes und es bestand keine Notwendigkeit, derartige Urkunden mit ihren Bullen weiter aufzubewahren. Und vielleicht fürchtete man auch den Missbrauch als Fälschung.
Schon im Jahr 2015 wurde in der Salinenstraße am Museumshafen in Greifswald ein Siegel Papst Johannes XXII. (Fpl. 212; Inv.-Nr. 2015/379) entdeckt und vorgestellt (siehe auch Abb. 1 unten). Dieser Papst war nicht, wie man zunächst vielleicht vermuten könnte, in Rom ansässig, sondern er führte die Kirche aus dem südfranzösischen Avignon. Sein Vorgänger, Clemens V. als erster französischer Papst, stand unter dem starken Einfluss der französischen Krone und wählte das südfranzösische Avignon statt Rom zu seiner Residenz. Zeitgenössisch begründeten die päpstlichen Gelehrten diesen Standortwechsel mit dem lateinischen Schlagwort „Ubi Papa, ibi Roma“, entsprechend „Wo der Papst ist, ist Rom“. Es war also plötzlich egal, ob der Papst in dem als „ewige Stadt“ bezeichneten Rom Residenz nahm oder an anderem Ort: denn wo er war, war auch Rom gegenwärtig. Gleichzeitig blieben aber die Päpste in Avignon Bischöfe von Rom, was wiederum zu Spannungen mit den „nicht-französischen“ Gruppen der Kirche führte. Seinen Spitznamen "Fuchs von Cahors" verdiente sich Johannes XXII. als Jurist und Verwaltungsexperte, der insbesondere auch die finanziellen Aspekte seines Amtes (und die seiner Familie und Günstlinge) nicht aus dem Blick verlor. Ablass- und Pfründenhandel füllten die päpstlichen Truhen und machten Johannes XXII. in kurzer Zeit zu einem der reichsten Männer Europas. Nachvollziehbar wird in diesem Zusammenhang auch seine Gegenposition zu dem vom Franziskaner-Orden vertretenen Armutsideal („Wenn Jesus keinen privaten Besitz hatte, muss dann nicht auch die Kirche arm sein?“).
Die turbulente Zeit des avignonesischen Papsttums, von Kritikern und Gegnern auch „avignonesisches Exil“ oder „babylonische Gefangenschaft der Kirche“ benannt, lag zwischen den Jahren 1309 und 1376/77. Danach wurde Rom – von kurzen Unterbrechungen abgesehen – wieder zur Residenzstadt der Päpste. Die Zeit in Avignon aber steht bis heute für ein besonders korrumpiertes und agiles, oft auf Eigeninteresse ausgerichtetes, gleichzeitig aber von königlicher Macht abhängiges Papsttum. Der Humanist Francesco Petrarca, zeitweise in Avignon ansässig, der Dichter und Philosoph Dante Aligheri oder auch Giovanni Boccacio in seinen Erzählungen des „Decamerone“ haben literarisch die „babylonischen“ Zustände am päpstlichen Hof angeprangert und verewigt.


Abb. 3: Krummin, Lkr. Vorpommern-Greifswald; Kirche St. Michael (von Süden) mit baulichen Spuren des Kreuzganges und der Klausurgebäude des Zisterzienserinnenklosters.
Foto: LAKD M-V, Landesarchäologie, C. Michael Schirren.
Abb. 3: Krummin, Lkr. Vorpommern-Greifswald; Kirche St. Michael (von Süden) mit baulichen Spuren des Kreuzganges und der Klausurgebäude des Zisterzienserinnenklosters.
Foto: LAKD M-V, Landesarchäologie, C. Michael Schirren.
Doch wie kam das päpstliche Siegel (ALM Inv.-Nr. 2025/666) aus dem lauten, umtriebigen Avignon in der Provence ins beschauliche Krummin auf der pommerschen Insel Usedom? Der Fundplatz liegt nur etwa 350 m südsüdwestlich der heutigen Dorfkirche St. Michael (Abb. 3). Diese Kirche hat eine bewegte Geschichte, war sie doch durch Stiftung des pommerschen Herzogs Boguslaw IV. im Jahr 1302/1303 zur Filiale des Zisterzienserklosters in Wollin geworden. Diese sollte der Versorgung unverheirateter, adliger Töchter des Landes dienen und so wird im Jahr 1323 Jutta, eine Tochter des Herzogs, als Äbtissin genannt. Leider weist keine der von Hermann Hoogeweg (1924) genannten 57 erhaltenen Urkunden des Klosterarchives auf Korrespondenz mit der Apostolischen Kanzlei in Avignon hin. Aber ohnehin dürfen wir davon ausgehen, dass die Archive des Klosters ursprünglich deutlich mehr enthielten als das, was als Folge der Reformationszeit übrigblieb. Das neu entdeckte Siegel wird also mit großer Wahrscheinlichkeit ursprünglich im Krumminer Klosterarchiv verwahrt worden sein, wenngleich ein anderer ehemaliger Besitzer (weltlicher oder geistlicher Würdenträger) nicht auszuschließen ist. Irgendwann ist das Siegel dann wohl zusammen mit Abfällen auf die benachbarten Felder gelangt. Die meisten Baulichkeiten und das Inventar des Klosters, das noch Zeugnis von den ZisterzienserInnen abgelegen könnte, sind verloren. Bauhistorische Analysen machen aber noch die Anbauten des Klosters auf der Südseite der Kirche nachvollziehbar (Holst 2005). Trotz seiner Kleinheit ist das nun entdeckte Siegel des Papstes Johannes XXII. also ein weiterer Mosaikstein zur Krumminer Klostergeschichte, wie sie aktuell, neben vielen anderen Klöstern, im seit 2021 laufenden Projekt „Klosterregister und Klosterbuch für Pommern“2 geschrieben wird.
Dr. C. Michael Schirren
Fußnoten
1 Dr. Michiel H. Bartels, Archeologie West-Friesland, Hoorn VVH-Department of Cultural Heritage, AR Horn, Netherlands, sei herzlich für die Abbildung gedankt
Literatur
Jörg Ansorge, Vier Bleisiegel von Papst Bonifatius IX. (1389–1404) aus der Hansestadt Greifswald. Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern 53, 2005, 289–314.
Michiel H. Bartels, Papal Bullae; a message from above? Interpretations of the papal lead seal (11th-16th c.) in archaeological contexts in and around the Netherlands. In: Christoph Rinne/Jochen Reinhard/Eva Roth Heege/Stefan Teuber (Hrsg.) Vom Bodenfund zum Buch. Archäologie durch die Zeiten. Festschrift für Andreas Heege. Historische Archäologie Sonderband 27, Bonn 2017, 315-334.
Felix Biermann und Dirk Meyer, Aus Avignon in die Uckermark – ein mittelalterliches Papstsiegel aus dem Zisterzienserinnenkloster Seehausen. Heimatkalender Prenzlau. 64. Jahrgang, 2021, 44-55.
Jens Christian Holst, Zur Baugeschichte der Dorfkirche in Krummin auf Usedom. In: Dirk Zache (Hrsg.), 700 Jahre Kloster Krummin – eine Spurensuche. Crominino 1305–2005. Karlshagen 2005, 18-28.
Hermann Hoogeweg, Die Stifter und Klöster der Provinz Pommern Bd. 1, Stettin 1924, hier: 436-451.
Sebastian Zanke, Johannes XXII., Avignon und Europa. Das politische Papsttum im Spiegel der kurialen Register (1316-1334). Studies in Medieval and Reformation Traditions 175, Leiden 2013.
2026 - Funde des Monats
- April: Aus Avignon nach Usedom. Ein Bleisiegel des Papstes Johannes XXII. aus Krummin, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- März: Überraschung aus der Vitrine: Eine Axt und ein Schädel vom Hauptmannsberg bei Carwitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
- Februar: Ein mittelalterlicher Bärenzahn aus Rostock
- Januar: „Hünengrab im Schnee“… oder was ein Gemälde von Caspar David Friedrich über die Geschichte der Denkmalpflege und Archäologischen Forschung erzählen kann
2025 - Funde des Monats
- Dezember: Cold case Melz: Nach 55 Jahren aufgeklärt?
- November: Von der Dose zur Scheibe: Umgearbeitete gotländische Pracht-Dosenfibeln aus Vorpommern
- Oktober: Goldene Raubvögel aus Kittendorf, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Bogislaw I. von Pommern, Bogislaw II. von Pommern oder Bogislaw (III.) von Schlawe – wer war´s? Frühe pommersche Denare aus der Gemarkung Duckow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- August: Der Keulenkopf von Crivitz – ein seltener Zufallsfund an der Warnow
- Juli: Mehr als nur Blech: Was Gefäßreste aus einer slawischen Siedlung in Murchin, Lkr. Vorpommern-Greifswald, verraten
- Juni: Spätmittelalterlicher Töpfereiabfall – jetzt auch aus Wismar
- Mai: Der Peenemünder Haken – eine Kriegslandschaft
- April: Böhmen oder nicht Böhmen, das ist hier die Frage! – Eine Scheibenkopfnadel aus Dobbertin, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- März: Der Siegelstempel des Ritters Heinrich von Preen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts
- Februar: Pünktlich zum Jubiläum: Der Bildstein aus Klotzow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Ausschuss und Opfergabe? Flintplanken aus Lubkow am Kleinen Jasmunder Bodden (Rügen)
2024 - Funde des Monats
- Dezember: „… der beste Kern der Bürger, bis auf den dritten Theil des ganzen, legte sich schlafen“ – Ein Notfriedhof aus den Jahren 1637/38 in Anklam, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- November: Ferien mit Findlingen – Zwei neue Schälchensteine im Landkreis Rostock
- Oktober: Heimat-Front. Das Trainingsgelände für den Grabenkampf in der „Försterhofer Heide“
- September: „mit ebenso musterhafter Treue, als seltener Sachkenntniß“. Die Custodin Amalie Buchheim und die Publikumsbetreuung in den Schweriner Altertumssammlungen
- August: Die unvollendete jungbronzezeitliche Steinaxt aus Neu Ziddorf, Lkr. Rostock – nur eine „Vorarbeit“?
- Juli: Der Münzschatz von Wustrow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte, und der brandenburgische Krieg gegen Mecklenburg-Werle um das Jahr 1276
- Juni: Europäische Verbindungen: Die Stabdolche von Melz, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Mai: Hinter dem Horizont geht’s weiter! Neues vom Feuerstellenplatz Diedrichshagen, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- April: Über einen Kamm… Ein Miniaturkamm als Anhänger aus Garftitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- März: Im Schatten von Gustav II. Adolf und seiner schwedischen Armee: Ein kleiner Münzschatz aus dem Dreißigjährigen Krieg von Grüssow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Aller guten Dinge sind sieben! Ein außergewöhnlicher Schwertfund aus Mirowdorf, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Januar: Das Kreuz in der Fürstenburg: Ein frühes Zeugnis des Christentums aus Ilow, Lkr. Nordwestmecklenburg
2023 - Funde des Monats
- Dezember: Eine runde Sache - Der „Sonnenstein“ am Forsthof in Dümmerhütte, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- November: Ein kleiner Odin in Menzlin?
- Oktober: Das Ende des Paradieses… und eine Steinkeule aus Bussin, Lkr. Vorpommern-Rügen
- September: Endlich: Nach 111 Jahren gibt es ein weiteres Lurenpaar aus Mecklenburg-Vorpommern!
- August: Der Mann mit der Schüssel – Ein ungewöhnliches Grab und seine ungewöhnliche Beigabe aus Groß Markow, Lkr. Rostock
- Juli: Das Rätsel um den Silberlöffel von Quadenschönfeld, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Juni: Eine frühe Münzwerkstatt in Mecklenburg-Vorpommern? Gegossene ‚römische‘ Denare aus Raguth, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- Mai: Verbogen und zerbrochen. Münzen aus der Dorfkirche von Klein Rakow, Lkr. Vorpommern-Rügen
- April: Unheimlicher Beton im Wald bei Malchow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- März: Ledertasche mit Hintersinn: Ein mittelalterliches Meisterwerk aus Wismar
- Februar: Ente gut, alles gut! Bronzezeitliche Schiffe in Ostmecklenburg
- Januar: Unterirdische Gänge. Zeugnisse eines innovativen Verteidigungssystems der frühen Neuzeit in der Hansestadt Stralsund
2022 - Funde des Monats
- Dezember: Mit Almandinen und Goldfolie: Der Schmuck einer Dame aus den "besseren Kreisen" der Merowingerzeit
- November: Total verdreht und trotzdem eine runde Sache - Ein Wendelring aus der Müritz
- Oktober: Ansichtssache: Ein figürlicher Messerscheidenbeschlag aus Hohenbrünzow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Wie kam der Siegelstempel des Ratzeburger Bischofs Ludolf I. (1236-1250) nach Klütz, Lkr. Nordwestmecklenburg?
- August: Digitalisierung wirkt: Das (fast) gelöste Wrack-Rätsel vor Warnemünde
- Glasur- und Malproben aus der Stralsunder Fayencemanufaktur
- Juni: Slawische Schiffbaukunst - Neues vom Darsser Weststrand
- Mai: Die Drei von der Seenplatte
- April: Ungleiche Zwillinge: Die Doppelburg in der Eldeschleife bei Kieve, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- März: Von wegen keltisch: Ur- und frühgeschichtliche Feldsysteme im Nationalpark Jasmund (Insel Rügen)
- Februar: Präpositus Schliemann rettet ein Hügelgrab
- Januar: Stierköpfe in vielen Varianten: Der Münzschatz von Gorschendorf, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
2021 - Funde des Monats
- Dezember: Und die Herde wächst immer noch… Stierfiguren der römischen Kaiserzeit aus Vorpommern und dem östlichen Mecklenburg
- November: Fund mit Folgen: Wie das Tollensetal, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte, in den Fokus der Archäologie rückte
- Oktober: Schon lange kalt… Reste eines Kalkbrennofens bei Sassnitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- September: Haus mit Perle: Highlights aus einer wandernden Siedlung an der Stecknitz-Niederung bei Nostorf, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- August: Wallgräben und Schanzen. Die Postierungslinie von 1712 bei Grimmen, Lkr. Vorpommern-Rügen
- Juli: Der Priesterkamp in der Gemarkung Wilhelmshof, Lkr. Vorpommern-Greifswald, im Spiegel der Münzfunde
- Juni: Heilige Pferde, heilige Rinder, heilige Hirsche: Neue Funde slawischer Tierfiguren aus Mecklenburg-Vorpommern
- Mai: Alles hat ein Ende - auch der Feuerstellenplatz von Naschendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg!
- April: Und es gibt sie doch - Eine "gotländische" Fibel aus Starrvitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- März: Ein Vogel mit "kaiserlicher" Verwandtschaft aus Rollwitz, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Zu Unzeiten versenkt und jetzt wieder aufgetaucht: Ein Kesseldepot aus Kratzeburg, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Januar: Profis am Werk, Teil 2: Drehscheibenkeramik aus Bad Doberan, Lkr. Rostock
2020 - Funde des Monats
- Dezember: Dame mit Perlen - Ein völkerwanderungszeitliches Grab bei Steinfurth, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- November: Nur noch ein Schatten seiner selbst - Ein mittelslawisches Körpergrab bei Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Oktober: Profis am Werk: Bronzezeitliche Gießereigerätschaften aus Bad Doberan, Lkr. Rostock
- September: HERMANNVS - Wem gehörte das Petschaft aus Jarnitz auf Rügen?
- August: Feines Schuhwerk – Ein seltenes Miniaturgefäß aus der Nähe von Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Juli: "Nicht schlecht, Herr Specht!"
- Juni: Enten zahlen sich aus… oder: Onkel Dagobert zu Besuch
- Mai: Ein Blick in die Röhre - der spätbronzezeitliche Brunnen von Ferdinandshof, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- April: Dorfkirche Recknitz, Lkr. Rostock - Ein Blick(e) unter den Fußboden
- März: Trinkhorn und Schlange. Ein Bronzebeschlag aus Heinrichshof, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Zerschmolzener Luxus - ein kaiserzeitliches Grab aus Zarnekow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Der letzte Schliff - Ein "Schleifbahnenstein" aus Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
2019 - Funde des Monats
- Dezember: Schwein gehabt - Ein wilder Eber aus Tribohm, Lkr. Vorpommern-Rügen
- November: Überwundene Grenzen - Landwehren in Mecklenburg-Vorpommern
- Oktober: Solide gebaut: Mittelalterliche Holzstraßen in Penzlin, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Frisch geschärft - Ein bronzezeitliches Schwert aus dem Flachen See bei Sophienhof, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- August: Sieben auf einen Streich? Bronzezeitliche Gewaltopfer aus einem Grab bei Bad Doberan, Lkr. Rostock
- Juli: Versteinertes Eis – Eine Bergkristallfibel aus Vipperow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte, und ein Schmuckstein aus Gramzow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Juni: Mittelalterliche Schiffbaukunst vom Feinsten: Das "Große Schiff von Wismar"
- Mai: Bernstein für das Jenseits. Ein trichterbecherzeitliches Flachgrab bei Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- April: Amulett oder Recycling? Ein keltisches Glasarmringfragment aus Groß Strömkendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg
- März: Kleiner Fund ganz groß!
- Februar: Kulturtransfer der Völkerwanderungszeit - S-förmige Fibeln in Mecklenburg-Vorpommern
- Januar: Bouton enseigne - Knopfpilgerzeichen
2018 - Funde des Monats
- Dezember: Gold, ohne Weihrauch und Myrrhe - Ein völkerwanderungszeitliches Edelmetalldepot aus Gützkow
- November: Aus Abfall wird Geschichte… Ein Beitrag zur Entschlüsselung städtischer Wirtschafts- und Handwerksgeschichte am Beispiel von Anklam
- Oktober: Ein Dolch ist nicht genug
- September: Leider nur aus Ton – Der Geldscheißer von Anklam
- August: Von Rom bis Riga: Wallfahrten Wismarer Bürger im 13. Jahrhundert
- Juli: Eher Zeichen als Amulett? Ein Miniaturanker aus Usedom, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Juni: Drei auf einen Streich - skandinavische Schmuckstücke aus der Burg Arkona
- Mai: Das Beste kommt zum Schluss! Einzelgräber in Serie
- April: Licht im Dunkel der Geschichte: Der Kettenhalter eines romanischen Leuchters aus Zurow, Lkr. Nordwestmecklenburg
- März: Nach 246 Jahren - Kriminalfall wieder aufgerollt: Die Wiederentdeckung des Familiengrabes Hoffmann auf dem Wüsten Kirchhof in Neubrandenburg
- Februar: Lebensbaum statt Tierstil? Ein bronzenes Ortband aus Gramzow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Stört einmal der Schalenstein, so graben wir ihn einfach ein!
2017 - Funde des Monats
- Dezember: Megalithgräber neu entdeckt: Größer und anders als bekannt…
- November: Eine ausgemalte frühneuzeitliche Gruft mit Tonnengewölbe
- Oktober: Ganz schön groß… Ein Steingerätedepot aus Friedefeld, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- September: Die Mischung macht’s! Das einzigartige Schwert von Rossow
- August: Römer diesseits der Elbe?
- Juli: An der Tafel der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin
- Juni: Glanz in der Grube
- Mai: Hausurnen und Steinkisten
- April: Vom Suchen und Finden
- März: Spanische Uniformknöpfe - Zeugen einer Episode der Napoleonischen Kriege
- Februar: Brot und Stein… Eine gewichtige Trogmühle auf der Insel Rügen
- Januar: Römisches aus Mecklenburg! Ein Bronzebeschlag der römischen Kaiserzeit aus Basedow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
2016 - Funde des Monats
- Dezember: Keine Ente! Ein Depot mit Askos-Gefäß aus der Tollense bei Klempenow
- November: Brandgefährlich - Töpfer vor dem Semlowertor in Stralsund
- Oktober: Brunnen ausgegraben - 2000 Jahre alte Hausteile gefunden
- September: Ein kleines Vermögen: Der Schatzfund von Tessin aus dem dreißigjährigen Krieg
- August: Ein Repräsentationsbau – "Tempel" oder "Fürstenhalle"?
- Juli: Zerstörte Pracht aus Limoges…Das Beschlagfragment eines Reliquienschreins aus der Hansestadt Stralsund
- Juni 2016: Hoch über dem Meer: Der erste wikingerzeitliche Anker aus Mecklenburg-Vorpommern
- Mai: Ein Becken aus Beckentin!
- April: Zu fein, um alt zu sein? - Das Fragment einer Hand mit Trinkhorn aus Groß Strömkendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg
- März: Manches ist anders, als es scheint…
- Februar: Exoten aus dem Greifswalder Untergrund
- Januar: Die Landschaft unter der Landschaft
2015 - Funde des Monats
- Dezember: Eine Ausgrabung ohne Aushub
- November: Fünf auf einen Streich
- Oktober: Fingerabdrücke des "Kalten Krieges"… ein Laserscan aus dem Abtshäger Forst, Lkr. Vorpommern-Rügen
- September: Bronzemesser mit Hörnerknauf aus Vorpommern
- August: "…Lapis olei…" Ein mittelalterlicher Öl- oder Lichterstein aus dem östlichen Vorpommern
- Juli: Das Antlitz des Festungserbauers
- Juni: Bronzepferdchen - norwegische Gewichte aus dem Mittelalter
- Mai: Eine Gotländerin in der Uckermark…?
- April: Der Gadebuscher Schlossberg in neuem Licht
- März: Hacksilber aus Görke: ein Generationenprojekt
- Februar: Keine Festung ohne Brücke
- Januar: Eine neue Rarität vom Kap Arkona
2014 - Funde des Monats
- Dezember: "Tiefpflügen" in der Eisenzeit? Brunnen mit hölzerner Pflugschar aus Kasselvitz, Insel Rügen
- November: 1945 versenkt – 2013 geborgen: Ein Kanonenrohr aus Anklam
- Oktober: Ein neuer Typ! – Die bronzene Plattenfibel von dem Brandgräberfeld Schönfeld bei Demmin, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Schwert und Topf … ein bemerkenswerter Neufund aus Rubitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- August: Beckenschlägerschüssel aus der Asche des Dreißigjährigen Kriegs
- Juli: 111 im Kreis – Eine Grabanlage der vorrömischen Eisenzeit aus Sellin
- Juni: Die Eysern Rohr kan ich eynfaßn / In Hültzen Schäfft / Mit eingelegtem Helffenbein - Büchsenschäfter in Stralsund
- Mai: Bürgerlicher Glanz von Herzogs Gnaden - Ein Wappenofen aus dem renaissancezeitlichen Neubrandenburger Rathaus
- April: Archäologische Sensation in Crivitz: Bronzezeitliches Männergrab mit Goldbeigaben
- März: … Sieben auf einen Streich … - Metallgefäße aus dem Mühlenteich der Stadt Gützkow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Falsche Pfennige
- Januar: Jungsteinzeitliches Grab unter mittelalterlichen Ackerbauschichten
2013 - Funde des Monats
- Dezember: "Wie ein Sechser im Lotto!" – Der älterbronzezeitliche Flintsichelhort von Fährdorf, Lkr. Nordwestmecklenburg
- November: Tunnelblicke oder "Ist das auch Archäologie"? - Konstruktionselemente eines Denkmals des Kalten Kriegs im Pasewalker Kirchenforst
- Oktober: Trichterbecherzeitliche Kultanlage mit Knochendepot
- September - Kulturgutaustausch: Funde vom slawischen Burgwall in Gützkow
- August: Heilige Zeichen … Ein neu entdeckter Stein mit Radkreuz
- Juli: Arkonas Geheimnissen auf der Spur
- Juni: Das Ende des Fürstentums Rügen - ein Siegelstempel schreibt Geschichte
- Mai: Weit gestreut … Ein frühmittelalterlicher Hacksilberfund
- April: Dendrodatierte Holzkonstruktionen aus der späten römischen Kaiserzeit
- März: Schmuck aus dem Norden
- Februar: Weit gereist – Eine Glasphalere aus dem Osten
- Januar: Das Urteil des Paris
2012 - Funde des Monats
- Dezember: Viel mehr als nur "gebrannter Lehm"
- November: Herzoglicher Münzstempel aus der Münzstätte Barth
- Oktober: Das Rädchen rollt
- September: Echt Spitze – Unterwasserarchäologie mal ganz anders
- August: Dicht an dicht: Brandgräber auf der NEL-Trasse
- Juli: Adler im Schild
- Juni: Reliquienkreuz in der Ackerkrume
- Mai: Freude über den verlorenen Groschen …: Archäologische Prospektionsarbeiten in der mittelalterlichen Kirche von Lüdershagen
- April: Ein langer Weg: Von Altentreptow nach Santiago de Compostela
- März: Aus der Mode gekommen
- Februar: Im besten Sinne eine große Überraschung – Ein Megalithgrab bei Plestlin, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Drachen auf Rügen
2011 - Funde des Monats
- Dezember: Werft am Sund
- November: 1240 Jahre alt und noch immer gut erhalten
- Oktober: Dem Feinschmied über die Schulter geschaut
- September: Ein Spielstein von der Insel
- August: Die Dänen kommen …! – Bornholmer Detektorgruppe zu Besuch in Vorpommern
- Juli: Im Schutz höherer Mächte …
- Juni: Eine seltene Gewandspange
- Mai: Eine Grube passt nicht zu den anderen
- April: Ein über Jahrtausende begehrter Bestattungsplatz
- März: Brauen und brennen im Kloster
- Februar: Momentaufnahme aus dem Dreißigjährigen Krieg: Das Stralsunder Söldnergrab von 1628
- Januar: "… unam reysam versus Stromberch …"
2010 - Funde des Monats
- Dezember: Über eine Brücke muss man gehen
- November: Blicke in die Tiefe
- Oktober: Noch ganz frisch: Frühmittelalterlicher Silberhortfund
- September: Eins gesucht, zwei gefunden: Kurioser Schmuckfund aus der Bronzezeit
- August: Bisher unbekannt: ein slawischer Burgwall bei Tribsees
- Juli: Rentierjäger – lange gesucht und jüngst entdeckt
- Juni: Überraschendes unter dem Fußboden
- Mai: Schloss, Stadtmauer und Gräben
- April: Pferdeopfer in slawischer Vorratsgrube
- März: Tauffünten, Mühlsteine und Straßenpflaster … Denkmale der Steinbearbeitung in Mecklenburg-Vorpommern
- Februar: Glaube und Pracht auf Hiddensee
- Januar: Vor Ort gefertigt und zur Körperpflege benutzt: Die Bronzepinzette von Butzow, Lkr. Ostvorpommern
2009 - Funde des Monats
- Dezember: Grab eines hinkenden Reiters
- November: Leben und Arbeiten am Ostufer des Schweriner Sees
- Oktober: Byzanz in Mecklenburg
- September: Insularer Import im Slawenland
- August: Drei auf einen Schlag
- Juli: Vom Rhein an die Ostsee: Ein Messerscheidenbeschlag aus Rottmannshagen
- Juni: Von Slawen und Deutschen - Die Burganlage Haus Demmin
- Mai: Der größte seiner Art
- April: Vom Hindukusch nach Rügen
- März: Ein Heerlager im Walde
- Februar: Glück gehabt! - Hortfund in situ dokumentiert
- Januar: In den Brunnen gefallen - ein Lederetui mit Futteral und Kamm
2008 - Funde des Monats
- Dezember: Güstrower Pilgerzeichen: gefunden in der Hansestadt Wismar
- November: Stückweise: Das Pferdegeschirrdepot von Stormsdorf (Nordvorpommern)
- Oktober: Kriegswirren und geheime Schätze
- September: Das Spargeld der "grauen Mönche"
- August: März 1759 ... und wieder ein Stadtbrand
- Juli: Ein Wolfszahnnuckel aus Stralsund
- Juni: "Blaues" aus Genua
- Mai: Ein mittelalterlicher Weg in Rerik
- April: Frühe Warmluftheizung in einem Profanbau
- März: Wo einst die Meiler rauchten...
- Februar: Ein Gast aus dem Norden
- Januar: "Musik liegt in der Luft...": Archäologisch nur schwer nachweisbar
2007 - Funde des Monats
- Dezember: Goldschmiedekunst in Perfektion: Der Goldberlock aus Netzeband
- November: Mesolithische Paddel von der Insel Rügen
- Oktober: Bei Ausgrabungen auf dem Marktplatz von Neubrandenburg wurden Teile der vermissten Städtischen Kunstsammlung freigelegt
- September: Bienenstock im Brunnen?
- August: Ein sakrales Kleinod aus Zarrentin
- Juli: Ältere römische Kaiserzeit im Binnenland
- Juni: Neues aus der Jungbronzezeit
- April: Burgherrschaft spielt Schach



