UNESCO-Welterbetag 2026 am 7. Juni 2026

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Archivplastik von Richard Guhr
Archivplastik von Richard Guhr
Archivplastik von Richard Guhr
02.06.2026  | LA  | LAKD - Landesarchiv

Neben anderen Einrichtungen des UNESCO-Welterbes „Schweriner Residenzensemble“, beteiligt sich das Landesarchiv Mecklenburg-Vorpommern am 7. Juni mit einem Tag der offenen Tür am UNESCO-Welterbetag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ gefeiert wird. Das Geheime und Hauptarchiv an der Graf-Schack-Allee steht Besuchern zwischen 10:00 und 14:00 Uhr offen. Sehenswert sind in dem zwischen 1908 und 1911 errichteten, damals hochmodernen Archivzweckbau im öffentlichen Bereich vor allem die Halle und der Vortragssaal mit ihren originalen kunsthandwerklichen Elementen, im sonst nicht zugänglichen Magazintrakt ist es die ursprüngliche Lagerung der Akten auf der das Gebäude tragenden Regalanlage in einem der Magazine, in dem auch einige ausgewählte Archivalien zu sehen sein werden, und der älteste Fahrstuhl von Schwerin, der von der Bauzeit bis 2008 in Betrieb war. Der Architekt des Gebäudes, Paul Ehmig, ist durch seine Hofuniform vertreten. Die Restaurierungswerkstatt informiert über ihre Aufgaben zum Schutz des schriftlichen Kulturerbes. Archivpersonal steht in allen Bereichen für Erläuterungen und Ihre Fragen bereit.

Auch gibt es eine Mal-, Puzzle- und Schreibwerkstatt für Klein, Mittel und auch Groß.

Im Mittelpunkt soll an dem Tag eine Bündnisurkunde des Fürsten Nikolaus von Werle mit dem Fürsten Wizlaw II. von Rügen, den Grafen Helmold und Nikolaus von Schwerin sowie den Fürsten Johann und Heinrich von Mecklenburg aus dem Jahr 1292 stehen. Dabei handelt es sich um eines der ältesten Dokumente in mittelniederdeutscher Sprache, das im Landesarchiv am Standort Schwerin aufbewahrt wird, womöglich das älteste erhaltene, das von mecklenburgischer Seite ausgestellt wurde. Als Bündnisvertrag könnte es ein schönes Beispiel für Friede und Verständigung zwischen Nachbarn sein. Aber dahinter verbirgt sich eine nicht ganz so friedvolle mecklenburgische Landesgeschichte, die vom Vatermord durch den Urkundenaussteller erzählt, seine Vertreibung durch einen gleichnamigen Vetter und den Kampf um die Vorherrschaft im Landesteil Werle-Güstrow, ein Beispiel dafür, was Forschende in den im Archiv verwahrten Urkunden, Akten und anderen Archivalien entdecken können.