Freilichtmuseum Groß Raden: Abendvortrag „Siedlungen der Römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit in Mecklenburg-Vorpommern“

Ein Hausabdruck: Die Pfostengruben des bei Drammendorf auf Rügen dokumentierten Hauses erlauben eine Rekonstruktion. Abbildungen [Ausschnitte]: LAKD M-V, Landesarchäologie, C. Hartl-Reiter (Grundriss), M. Schöne (Zeichnung). Details anzeigen
Ein Hausabdruck: Die Pfostengruben des bei Drammendorf auf Rügen dokumentierten Hauses erlauben eine Rekonstruktion. Abbildungen [Ausschnitte]: LAKD M-V, Landesarchäologie, C. Hartl-Reiter (Grundriss), M. Schöne (Zeichnung).
Ein Hausabdruck: Die Pfostengruben des bei Drammendorf auf Rügen dokumentierten Hauses erlauben eine Rekonstruktion. Abbildungen [Ausschnitte]: LAKD M-V, Landesarchäologie, C. Hartl-Reiter (Grundriss), M. Schöne (Zeichnung).
Ein Hausabdruck: Die Pfostengruben des bei Drammendorf auf Rügen dokumentierten Hauses erlauben eine Rekonstruktion. Abbildungen [Ausschnitte]: LAKD M-V, Landesarchäologie, C. Hartl-Reiter (Grundriss), M. Schöne (Zeichnung).
23.10.2026  | LA  | LAKD - Landesarchäologie

Am 4. November 2026 um 19.30 Uhr stellt Dr. Hans-Ulrich Voß (Lübstorf) im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden den neuesten Forschungsstand zu Siedlungen der Römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit in Mecklenburg-Vorpommern vor. Hier hat sich in den letzten Jahrzehnten Bahnbrechendes getan. Vor allem die großen Trassenprojekte führten zu einem enormen Erkenntnisgewinn.

„Unsere Kenntnis der gesamten römischen Periode beruht fast ausschließlich auf Gräbern. Moor- und Depotfunde fehlen hier gänzlich, … und auch Siedlungsplätze entziehen sich unserer Kenntnis“ so Robert Beltz 1910. Bis Anfang der 1990 Jahre hatte sich an dieser Einschätzung zwar einiges, aufschlussreiche Befunde betreffend aber nur vergleichsweise wenig geändert. Inzwischen (Stand 2025) liegen mehr als 91 ha untersuchte Siedlungsflächen mit über 110 Langhäusern und vielen weiteren Bau- und Siedlungsbefunden vor. Damit entsteht ein detailliertes Bild der Siedlungs- und Wirtschaftsweise während der ersten sechs nachchristlichen Jahrhunderte im Land. Der Informationsgehalt der Grabfunde zur Kultur- und Besiedlungsgeschichte wird damit grundlegend erweitert.

Der Vortrag „Siedlungen der Römischen Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit in Mecklenburg-Vorpommern – Bemerkungen zum Forschungsstand“ findet im Ausstellungsgebäude des Archäologischen Freilichtmuseums, Kastanienallee 49, 19406 Groß Raden, statt. Der Eintritt beträgt 7 € (ermäßigt 4 €). Vor dem Vortrag besteht Gelegenheit, die neue Ausstellung „SLAWENDORF – Nichts bleibt, wie es ist“ im 1. Stock des Ausstellungsgebäudes zu besichtigen. Auch die Ausstellung "SLAWENBURG - Auf den Spuren einer Königin" und die Galerie der Naturfotografen sind geöffnet.