Baugewerkeschule Neustadt-Glewe

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Abbildung der Baugewerkeschule in Neustadt-Glewe

Abbildung der Baugewerkeschule in Neustadt-Glewe

Abbildung der Baugewerkeschule in Neustadt-Glewe aus dem Jahre 1893. Erschienen in der Sonntagsbeilage der Mecklenburgischen Zeitung am Sonntag, den 5. März 1893.

LHAS, 13.1-1, Bildersammlung Orte, Neustadt-Glewe, Signatur 4, Sonntagsbeilage der Mecklenburgischen Zeitung

Transkription

entfällt

Inhaltliche Erläuterungen

Die Baugewerkeschule in Neustadt-Glewe war für die Fortbildung in den Handwerksberufen Tischler, Bauhandwerker und Maschinenbauer zuständig. Zum Zeitpunkt des Verfassens des Artikels unterrichteten an der Schule 11 Fachlehrer und einige Hilfslehrer ca. 250 Schüler pro Semester.

Die Schule, 1882 gegründet, war am Anfang in Räumen des alten Schlosses untergebracht, bis die Stadtverwaltung das Schulgebäude bauen ließ, das auf dem Foto abgebildet ist. Die ehemalige Privatanstalt wurde dann im Jahr 1888 von der Stadt übernommen. Sie hat sich für die wirtschaftliche Situation der Stadt als wichtig erwiesen, da auch Schüler von außerhalb nach Neustadt-Glewe zogen, um sich hier ausbilden zu lassen.

Vorschläge zur Verwendung im Schulunterricht

Die vorliegende Quelle kann in der 8. Klasse Verbundene Haupt- und Realschule, Haupt-, Realschule und Gymnasium/integrierte Gesamtschule und in der 12./13. Klasse Gymnasium Verwendung finden.

Das Foto der Schule kann als bildliche Unterstützung für die Thematisierung des Meisterbriefes dienen, um den Schülern ein Beispiel eines Schulgebäudes aus dem 19. Jh. zu zeigen und den relativ langen Text der Meisterprüfung aufzulockern.

Daneben kann es aber auch als selbstständige Quelle im Unterricht dienen, bei der die Schüler den Baustil der Schule beschreiben, mit dem Bauernhaus im rechten Bildrand vergleichen und auch einmal überlegen, welche Bauten noch in dem Stil der Schule gebaut wurden und heute noch existieren. In der Regel waren dies staatliche Gebäude, wie Bahnhöfe, Postgebäude, Zollämter, Rathäuser, aber auch Krankenhäuser.

Ferner kann es mit einer Exkursion in der Heimatstadt verbunden werden, auf der Suche nach alten Häusern in diesem Baustil. Der lebensweltliche Bezug wird somit im Geschichtsunterricht hergestellt.

Quellennachweis

  • LHAS, 5.12-3/1 Mecklenburg-Schwerinsches Ministerium des Inneren (1849-1945), 12798.
  • LHAS, 13.1-1, Bildersammlung Orte, Neustadt-Glewe, Signatur 4, Sonntagsbeilage der Mecklenburgischen Zeitung.

Literatur

  • Gall, Lothar (Hrsg.): Enzyklopädie deutscher Geschichte. Bd. 29: Pierenkemper, Toni: Gewerbe und Industrie im 19. und 29. Jahrhundert. München 1994.
  • Henning, Friedrich-Wilhelm: Handbuch der Wirtschafts- und Sozialgeschichte Deutschlands. Bd. 2. Paderborn 1996.