Der Archivboden – Boden des Jahres 2026
Der Boden vergisst nichts: Wie ein großer Speicher bildet er die Kultur- und Naturgeschichte vieler Jahrtausende ab. Das macht ihn für die Archäologie unendlich wichtig. Das Kuratorium „Boden des Jahres“ würdigt diese Bedeutung, indem es den Archivboden zum Boden des Jahres 2026 erkoren hat.
Der Archivboden wurde auf einer Festveranstaltung am 5. Dezember 2025 in der Hessischen Landesvertretung in Berlin als Boden des Jahres 2026 präsentiert. Schirmherr ist das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU). Ziel ist, das Wissen um das Schutzgut Boden als elementare Ressource im Jahr 2026 in die breite Öffentlichkeit zu tragen und so das Bodenbewusstsein nachhaltig zu stärken. Für die Archäologie ist der Boden ein großer Informationsspeicher, vergleichbar einer Festplatte, die über sehr lange Zeit mehr oder weniger kontinuierlich beschrieben und mit Informationen gefüllt worden ist. Dieser Speicher reicht weiter zurück als jede schriftliche Überlieferung, er ist für viele Jahrtausende die einzige Informationsquelle für die Geschichte menschlichen Lebens. Der Schutz des Bodens dient deshalb auch dem Schutz dieser einzigartigen Informationsgrundlage. Die Landesarchäologie Mecklenburg- kooperiert dabei eng mit der Hochschule Neubrandenburg, dem Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie, der Landesforstanstalt und weiteren Partnern. Eines der Projekte wurde als Fund des Monats 2022 vorgestellt, ein anderes im Magazin „immergrün Forschung“ der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, Ausgabe 2024/1.