Nachlass Jürgen Borchert (1941 - 2000)

Schriftsteller, Publizist, Bibliothekar

Jürgen Borchert im Jahr 1989, geb. am 25. Mai 1941 in Perleberg, gest. am 1. März 2000 in SchwerinDetails anzeigen
Jürgen Borchert im Jahr 1989, geb. am 25. Mai 1941 in Perleberg, gest. am 1. März 2000 in Schwerin

Jürgen Borchert im Jahr 1989, geb. am 25. Mai 1941 in Perleberg, gest. am 1. März 2000 in Schwerin

Jürgen Borchert im Jahr 1989, geb. am 25. Mai 1941 in Perleberg, gest. am 1. März 2000 in Schwerin

Erwerbung: 2001

Umfang: 16 Archivgutbehälter

Zur Biographie:

Schulbesuch und Fotografenlehre in Perleberg, Fachschulfernstudium der Bibliothekswissenschaft in Leipzig, Leiter der Kreisbibliothek Perleberg, 1979 Leiter des Kabinetts für mecklenburgische Literaturtraditionen an der Landesbibliothek Schwerin, seit 1980 freier Schriftsteller in Schwerin. Fritz-Reuter-Preis 1980 und 1987. Freitod 2000.

Bibliographie:

Die Bibliographie von Hartmut Brun verzeichnet 262 Titel: Bücher, Texte in Sammelbänden, Aufsätze in Jahrbüchern und Zeitschriften sowie Artikel in Zeitungen. Hauptgegenstand Borcherts ist die Kulturgeschichte Mecklenburgs, die er in Feuilletons und in Dokumentarromanen auf der Grundlage eigener Forschungen darstellte. Auswahl: „Klappersteine“ (1977), „Je dunkler der Ort... Ein Ludwig-Reinhard-Roman“ (1980), „Reuter in Eisenach“ (1982), „Efeu pflücken“ (1982), „Mein mecklenburgischer Zettelkasten“ (1985), „Des Zettelkastens andrer Teil“ (1988), „Noch was aus dem Zettelkasten“ (1991), „Hoffmann von Fallersleben“ (1991), „Mecklenburg. Ein Anekdotenbuch“ (1994), „Vadder kocht“ (1994), „Alexandrine. Die ‚Königin’ von Mecklenburg“ (1995), „Heinrich Seidels Lebenswelten“ (1997), „Neuer mecklenburgischer Zettelkasten“ (2000), „Leben in Beton. Alltagsgeschichten“ (2001)

Nachlass:

Der Nachlass ist erschlossen und wurde 2007 in Kalliope, offenes Verbundinformationssystem für Nachlässe und Autographen der deutschen Bibliotheken, Archive und Museen, gestellt. Er besteht aus Vorarbeiten und Materialien zu einzelnen Büchern Borcherts, Korrespondenz und Materialien über Personen und Orte sowie einem umfangreichen Briefwechsel mit dem Berliner Schriftsteller Heinz Knobloch 1971-1999.

Literatur:

  • Werner Stockfisch: Geschichten aus der Geschichte. Schweriner Volkszeitung, 8. 3. 2000
  • Wolf Spillner: Kollege, Freund. Schweriner Kurier, 13. 3. 2000
  • Peter Schütt: „Unmoralischer Umgang mit blöden Akten“. Die Welt, 19. 4. 2000
  • Werner Stockfisch: Jürgen Borchert. Er wusste keinen Ausweg mehr. Icarus (Berlin), 3 + 4/2006
  • Jürgen Seidel: Der Efeu der Erinnerung. Schweriner Volkszeitung, 25. 5. 2006