Vorlass Armin Münch (1930 - 2013)

Zeichner und Grafiker; Universitätsprofessor für Kunsterziehung

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Frühes Selbstporträt von Armin Münch

Frühes Selbstporträt von Armin Münch

Frühes Selbstporträt von Armin Münch

Erwerbung: 2009, 2011 und 2013 durch Schenkung des Künstlers

Umfang: 9 Archivgutbehälter, 142 Ringordner

Zur Biographie:

geb.:  01.05.1930 in Rabenau bei Dresden 
gest.: 21.08.2013 in Rostock

1950-1955 Studium an der Hochschule für bildende Künste Dresden (Lehrer: Erich Fraaß, Hans Theo Richter, Max Schwimmer), Diplomarbeit: „Die Fischer von Kap Arkona“. 1955 Wahlheimatstadt Rostock, grafische Zyklen „Werft“ und „Meermenschen“, 1956 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR, Beginn der „Pikadon“-Zyklen zur Atombombe, 1958-1960 Meisterschüler der Akademie der Künste Berlin, 1960-1970 freischaffend in Rostock, 1969 Beginn der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Thematik Faust-Mephisto, 1970 Nationalpreis der DDR, 1970-1976 Dozent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 1976-1991 Professor am Fachbereich Kunsterziehung an der Universität Greifswald, 1990 Mitglied im Bund Bildender Künstler Deutschlands, 1996-2000 Lehrauftrag der Universität Rostock. Zahlreiche Reisen und Ausstellungen

Bibliographie:

Meermenschen. Rostock (Staatlicher Kunsthandel) 1978; Sonnenblumenbäuerin. Skizzen und Notizen, Rostock (Hinstorff) 1979; Pikadon. Tagebuchzeichnungen gegen die Atombombe. Rostock (Kunsthalle) 1984; Harzskizzen. Rostock (Universität Rostock) 2004; Galionsfiguren. Rostock (BS-Verlag) 2007

Vorlass:

Der erste Teil der Schenkung ist erschlossen und wurde 2010 in Kalliope, offenes Verbundinformationssystem für Nachlässe und Autographen der deutschen Bibliotheken, Archive und Museen, gestellt. Er besteht aus 103 Tagebüchern 1976-1993, 5 Gedankentagebüchern, 38 Reisetagebüchern – mit Niederschriften und Zeichnungen -, 37 gebundenen Alben mit Originalen und Wiedergaben von Zeichnungen sowie 19 Büchern und Broschüren.

Bei den noch unerschlossenen Teilen des Vorlasses handelt es sich um den Werkzyklus "Pikadon" in Originalzeichungen und tagebuchartigen Niederschriften über die Nutzung der Kernenergie. Ferner übergab Prof. Münch der Landesbibliothek nur wenige Wochen vor seinem Tod eine seit 1945 geführte Materialsammlung zu Themen der Zeit. Dieser Teil umfasst 135 Ringordner und enthält Niederschriften, Zeitzeugnisse und Dichtungen, die jeweils mit Skizzen ergänzt sind.

Literatur:

  • Lothar Lang: Stippvisite bei A. M. In: Die Weltbühne 37/1962
  • Hannelore Gärtner: Poesie und gestalterische Kraft. In: Bildende Kunst 1/1966
  • Hannelore Gärtner: A. M. In: Weggefährten. Dresden (Verlag der Kunst) 1970
  • Peter Palme: Zur Entwicklung von Bildwelt und Weltbild des Grafikers Armin Münch bis 1971. Vorarbeiten zu einer Monografie. Diss., Berlin o. J.
  • Stockfisch, Werner: In diesen Heften öffnet sich die Seele : Rostocker Grafiker Armin Münch schenkte der Schweriner Landesbibliothek seine Tagebücher mit Skizzen und persönlichen Notizen. - In: Schweriner Volkszeitung/ Mecklenburgische Zeitung. - 2010 (27. Dez.), S. 26