Nachlass Ludwig Reinhard (1805 - 1877)
Pädagoge; Publizist; Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49


Ludwig Reinhard, geb. 1805 in Mustin, gest. 1877 in Bolz
Ludwig Reinhard, geb. 1805 in Mustin, gest. 1877 in Bolz
Erwerbung: 1978; Ankauf von Marianne Schmidt, geb. Müller, Enkelin des Freundes von Reinhard, Carl Müller auf Bolz
Umfang: 1 Archivgutbehälter
Zur Biographie:
Ludwig Reinhard studierte Theologie in Rostock und Göttingen; 1828 Hauslehrer; Subrektor in Ludwigslust; ab 1843 Rektor in Boizenburg; publizierte in verschiedenen progressiven Zeitschriften; wendete sich gegen Pressezensur; 1849 vom Großherzog aus dem Schuldienst entlassen;
1851 drei Monate Haft wegen Pressevergehen, danach Hauslehrer bei Carl Müller auf Jessenitz, später Bolz; ab 1863 Mitredakteur bei der „Allgemeinen Deutschen Arbeiterzeitung“ in Coburg; ab 1869 wieder in Mecklenburg bei Carl Müller; war ein Freund Fritz Reuters, der ihm als „Avkat Rein“ ein Denkmal in seiner „Stromtid“ setzte.
(Vgl. Grewolls, Grete: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Bremen, 1995. S. 348)
Nachlass:
Der Nachlass ist unkatalogisiert, jedoch inhaltlich geordnet in handschriftliche Artikel und Manuskripte sowie Kopien von Akten aus dem Landesarchiv in Schwerin.

