Leben und Sterben in der Bronzezeit – Was moderne Methoden der Skelettuntersuchung über die Schlacht im Tollensetal verraten

Vortrag im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden am 11.01.2017

Ute Brinker und Annemarie Schramm untersuchen die bronzezeitlichen Menschenknochen aus dem Tollensetal. Foto: G. Lidke Details anzeigen
Ute Brinker und Annemarie Schramm untersuchen die bronzezeitlichen Menschenknochen aus dem Tollensetal. Foto: G. Lidke
Ute Brinker und Annemarie Schramm untersuchen die bronzezeitlichen Menschenknochen aus dem Tollensetal. Foto: G. Lidke
Ute Brinker und Annemarie Schramm untersuchen die bronzezeitlichen Menschenknochen aus dem Tollensetal. Foto: G. Lidke
22.12.2016  | LA  | LAKD - Landesarchäologie

Seit dem spektakulären Fund eines menschlichen Oberarmknochens, in dem eine Flintpfeilspitze steckte, untersuchen Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen das bronzezeitliche Schlachtfeld im Tollensetal bei Altentreptow. Neben zahlreichen Waffenfunden sind es vor allem die mehr als 10.000 menschlichen Skelettreste, die einen unschätzbaren Wert für die Wissenschaft darstellen. Bislang konnten über 130 Individuen nachgewiesen werden. Massive Verletzungsspuren an den Knochen dokumentieren das Kampfgeschehen. Verheilte Verletzungen zeigen, dass einige Menschen schon früher Konflikten ausgesetzt waren. Auch andere Knochenmerkmale geben Hinweise auf vorangegangene Belastungen.

Die größte bronzezeitliche Skelettserie Nordeuropas ist auch nach über 3200 Jahren noch exzellent erhalten. Dies ermöglicht weitreichende Untersuchungen. Die Osteoarchäologinnen Ute Brinker und Annemarie Schramm geben Einblick in ihre  spannende Arbeit und stellen Ergebnisse der CT- und 3D-Analysen vor.

Vortrag von Ute Brinker M. A. und Annemarie Schramm M. A. (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Landesarchäologie) im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden am Mittwoch, dem 11. Januar 2017, um 19.30 Uhr

Weitere Informationen: www.freilichtmuseum-gross-raden.de