Glasur- und Malproben aus der Stralsunder Fayencemanufaktur
Fund des Monats Juli 2022


Abb. 1. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Brennstützen für Glasur- und Malproben (Breite oben links 3,9 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 1. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Brennstützen für Glasur- und Malproben (Breite oben links 3,9 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
2018 sollte das Grundstück Katharinenberg 2 in der Hansestadt Stralsund neu bebaut werden. Zuvor erfolgte eine Bergungs- und Dokumentationsmaßnahme der Landesarchäologie. Dabei wurden zwei flache, dicht nebeneinanderliegende Gruben freigelegt, die mit mehreren Zentnern Produktionsabfall der von 1755 bis 1792 existierenden Stralsunder Fayencemanufaktur gefüllt waren. Zahlreiche Passscherben zeigten eine gleichzeitige Verfüllung dieser Gruben an. Der Ort der Entdeckung war keine Überraschung, denn es war bekannt, dass das betreffende Grundstück zum Hofbereich der Fayencemanufaktur gehörte.
Historische Quellen ermöglichen es, fünf Produktionsperioden zu unterscheiden (1755–1767; 1767–1770; 1771–1780; 1780–1785; 1786–1792). Da nur die Produkte aus der zweiten Produktionsperiode umfassend gemarkt waren und damit noch heute zweifelsfrei als Stralsunder Erzeugnisse erkennbar sind, gibt es für die anderen Perioden bedeutend weniger Belege für deren Erzeugnisse. Wie so oft kann dieses Thema nur durch Bodenfunde vorangebracht werden. Vor diesem Hintergrund spielt der Neufund eine große Rolle.
Bei der Masse der Funde handelt es sich um Überreste von Schrühbränden, also von Gefäßen, die noch nicht glasiert waren. Ein Schrühbrand erforderte höhere Brenntemperaturen als der anschließende Glasurbrand. Dagegen stammt nur eine überschaubare Scherbenmenge von bereits glasierten Gefäßen. Das hängt damit zusammen, dass die Ausschussrate in einer Fayencemanufaktur bedeutend geringer war als in einfachen Irdenwarentöpfereien, da sämtliche Gefäße aufgrund der teuren Zinnglasur in Brennkapseln gebrannt wurden. So fand sich auch eine stattliche Anzahl von Brennhilfsmitteln, wie Bruchstücke von Brennkapseln und Stapelhilfen, in den beiden Gruben.
Eine große Überraschung war der Nachweis von über 150 Glasur- und Malproben. Vergleicht man die Mengen der entsprechenden Fundkategorien, so sind diese statisch gesehen überrepräsentiert. Die Schrüh- und Glasurbrände sowie die Brennhilfsmittel stammen fast ausschließlich aus einem ganz kurzem Zeitraum, der unmittelbar vor der Vergrabungszeit einzuordnen ist. Dies trifft nicht für die Glasur- und Malproben zu, da mindestens 70 von ihnen tagesgenaue Datierungen haben, die den Zeitraum vom 13. Januar 1775 bis zum 2. September 1784 überspannen. Folgende Jahrgänge sind vertreten: 1775, 1778, 1779, 1781, 1782, 1783 und 1784. Offensichtlich handelt es sich um gesammelte Proben aus der dritten und vierten Produktionsperiode, die im Zusammenhang mit dem Ende der vierten Produktionsperiode nach dem 2. September 1784, spätestens aber im Frühjahr 1785 in den Boden gelangten. Der Auslöser hierfür könnte eine große Aufräumaktion gewesen sein. Die genaue Datierung der Ablagerungszeit der großen Scherbenpackung ist ein Glücksfall für die Erforschung der Produktpalette der vierten Produktionsperiode.
Die Glasur- und Malproben sind verschiedenartig gestaltet. Charakteristisch ist aber für alle, dass sie im Ofen senkrecht standen. Als Brennstützen wurden halbkugelförmige Tonklumpen genutzt, in die man die Proben hineinsteckte (Abb. 1). Als Grundkörper der Proben dienten Bruchstücke von Schrühbränden, zumeist Randscherben. Die Hauptaufgabe der Glasurproben war, die angesetzte Glasurmasse im aktuellen Brand zu testen, um sie anschließend für die Gefäßbemalung des folgenden Brandes zu nutzen. Es kommen auch Stücke vor, die keine Beschriftung tragen. Wahrscheinlich war dann nur ein Behälter mit Glasurmasse angerührt worden, so dass keine Verwechselungsgefahr bestand. Ein Beispiel dafür zeigt zwei blaue Glasurstreifen, aber auch eine sorgfältig aufgetragene Randbemalung (Abb. 2). Bei einem anderen Stück mit der Datierung "23./6. 81." ist noch "N: 5." zu lesen (Abb. 3). Da dürfte es also mindestens fünf Behältnisse mit blauer Glasurmasse gegeben haben. Eine weitere Glasurprobe mit drei blauen Streifen trägt die Kennzeichnung "D 9/7 83" (Abb. 4). Der Buchstabe "D" dürfte für einen Maler stehen, dessen Identifizierung fast unmöglich ist. Über das Manufakturpersonal der vierten Produktionsperiode ist nur wenig bekannt, außer dass ein Schriftstück vom 30. April 1784 von 29 Personen berichtet, die in der Fabrik beschäftigt waren.
Bei einer Glasurprobe vom "21/10 79" gibt es blaue, grüne, braune, braungelbe und schwarzgraublaue Glasurstreifen (Abb. 5). Zur Kennzeichnung von Behältnissen mit gleichartigen Farbtönen wurden hier sowohl arabische Zahlen als auch Punktfolgen genutzt. Eine kombinierte Glasur- und Malprobe zeigt auf der einen Seite zwei Glasurstreifen und auf der anderen ein in Kupferstichmanier gemaltes Miniaturbild (Abb. 6). Dargestellt ist ein Haus, vielleicht eine Herberge, und ein Baum, an dessen einem Ast ein Zeichen mit den drei Schwedenkronen angebracht ist. Links sind ein Wanderer und das Grundgerüst einer Vogelscheuche dargestellt. Vielleicht hat hier ein erfahrener Maler ein neues Motiv ausprobiert. Auf einer weiteren Glasur- und Malprobe sind mit gekonntem Pinselstrich florale Elemente aufgetragen worden (Abb. 7). Die Buchstaben "B P." dürften die Initialen des Malers sein. Auf einer reinen Malprobe ist als Grunddekor die bianco-sopra-bianco Technik angewendet worden, also eine weiß-auf-weiß Malerei, über die abschließend eine feine blaue Dekoration aufgetragen wurde (Abb. 8). Eine andere Malprobe zeigt bei genauer Betrachtung, dass sich hier keine geübte Hand verewigt hat, da der Stern im Zentrum des blau gemalten Nordsternmotivs asymmetrisch ist (Abb. 9). Auch die weiß gemalten Muster sind noch entwicklungsfähig. Es dürfte sich um das Produkt eines Lehrlings handeln, dessen Nachnahme mit einem "K" begann.
Zuletzt sei noch auf eine unscheinbare Glasurprobe mit der Datierung "5/2 78" hingewiesen (Abb. 10). Die Farbe des Scherbens ist nicht wie bei der Masse der Proben hellgelb, sondern weiß. Es handelt sich um den ersten Nachweis für eine Produktion von Steingutgefäßen in der Stralsunder Fayencemanufaktur. In den historischen Quellen wird gelegentlich von "gelber Ware" gesprochen. Bisher war nicht bekannt, was damit gemeint ist. Aufgrund mehrerer Glasurproben mit weißem Scherben und markanter Reliefverzierung kann dieses Rätsel als gelöst gelten: Bei der "gelben Ware" handelt es sich um Steingut.
Dr. Heiko Schäfer
Literatur:
H. Fries/H. Schäfer, Ein Fayencefund des 18. Jahrhunderts aus Güstrow – Ein Beitrag zur Erforschung der Spätphase der Stralsunder Fayencemanufaktur. – Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern, Jahrbuch 66, 2018, 231–260.
P. Kaute, Kurze Fundberichte 2018. Stralsund, Hansestadt, Lkr. Vorpommern-Rügen, Fpl. 465. – Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern, Jahrbuch 66, 2018, 526–529.
G. Schulz-Berlekamp, Stralsunder Fayencen 1755–1792. Berlin 1991.
Fund des Monats Juli 2022
Glasur- und Malproben aus der Stralsunder Fayencemanufaktur
Abb. 1. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Brennstützen für Glasur- und Malproben (Breite oben links 3,9 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 2. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Glasur- und Malprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 7,9 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 3. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Glasurprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 7,5 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 4. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Glasurprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 9,1 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 5. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Glasurprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 9,9 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 6. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Glasur- und Malprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 5,9 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 7. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Glasur- und Malprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 6,9 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 8. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Malprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 9,5 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 9. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Malprobe für Fayence, Vorder- und Rückansicht (Höhe 8,2 cm). Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
Abb. 10. Hansestadt Stralsund, Katharinenberg 2. Glasurprobe für Steingut, Vorder- und Rückansicht (Höhe 5,5 cm).
Foto: LAKD M-V/LA, Heiko Schäfer
2026 - Funde des Monats
- Mai: Es muss nicht immer Bronze sein! – Ein jungsteinzeitliches Kupferbeil aus Schildfeld, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- April: Aus Avignon nach Usedom. Ein Bleisiegel des Papstes Johannes XXII. aus Krummin, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- März: Überraschung aus der Vitrine: Eine Axt und ein Schädel vom Hauptmannsberg bei Carwitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
- Februar: Ein mittelalterlicher Bärenzahn aus Rostock
- Januar: „Hünengrab im Schnee“… oder was ein Gemälde von Caspar David Friedrich über die Geschichte der Denkmalpflege und Archäologischen Forschung erzählen kann
2025 - Funde des Monats
- Dezember: Cold case Melz: Nach 55 Jahren aufgeklärt?
- November: Von der Dose zur Scheibe: Umgearbeitete gotländische Pracht-Dosenfibeln aus Vorpommern
- Oktober: Goldene Raubvögel aus Kittendorf, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Bogislaw I. von Pommern, Bogislaw II. von Pommern oder Bogislaw (III.) von Schlawe – wer war´s? Frühe pommersche Denare aus der Gemarkung Duckow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- August: Der Keulenkopf von Crivitz – ein seltener Zufallsfund an der Warnow
- Juli: Mehr als nur Blech: Was Gefäßreste aus einer slawischen Siedlung in Murchin, Lkr. Vorpommern-Greifswald, verraten
- Juni: Spätmittelalterlicher Töpfereiabfall – jetzt auch aus Wismar
- Mai: Der Peenemünder Haken – eine Kriegslandschaft
- April: Böhmen oder nicht Böhmen, das ist hier die Frage! – Eine Scheibenkopfnadel aus Dobbertin, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- März: Der Siegelstempel des Ritters Heinrich von Preen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts
- Februar: Pünktlich zum Jubiläum: Der Bildstein aus Klotzow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Ausschuss und Opfergabe? Flintplanken aus Lubkow am Kleinen Jasmunder Bodden (Rügen)
2024 - Funde des Monats
- Dezember: „… der beste Kern der Bürger, bis auf den dritten Theil des ganzen, legte sich schlafen“ – Ein Notfriedhof aus den Jahren 1637/38 in Anklam, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- November: Ferien mit Findlingen – Zwei neue Schälchensteine im Landkreis Rostock
- Oktober: Heimat-Front. Das Trainingsgelände für den Grabenkampf in der „Försterhofer Heide“
- September: „mit ebenso musterhafter Treue, als seltener Sachkenntniß“. Die Custodin Amalie Buchheim und die Publikumsbetreuung in den Schweriner Altertumssammlungen
- August: Die unvollendete jungbronzezeitliche Steinaxt aus Neu Ziddorf, Lkr. Rostock – nur eine „Vorarbeit“?
- Juli: Der Münzschatz von Wustrow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte, und der brandenburgische Krieg gegen Mecklenburg-Werle um das Jahr 1276
- Juni: Europäische Verbindungen: Die Stabdolche von Melz, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Mai: Hinter dem Horizont geht’s weiter! Neues vom Feuerstellenplatz Diedrichshagen, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- April: Über einen Kamm… Ein Miniaturkamm als Anhänger aus Garftitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- März: Im Schatten von Gustav II. Adolf und seiner schwedischen Armee: Ein kleiner Münzschatz aus dem Dreißigjährigen Krieg von Grüssow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Aller guten Dinge sind sieben! Ein außergewöhnlicher Schwertfund aus Mirowdorf, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Januar: Das Kreuz in der Fürstenburg: Ein frühes Zeugnis des Christentums aus Ilow, Lkr. Nordwestmecklenburg
2023 - Funde des Monats
- Dezember: Eine runde Sache - Der „Sonnenstein“ am Forsthof in Dümmerhütte, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- November: Ein kleiner Odin in Menzlin?
- Oktober: Das Ende des Paradieses… und eine Steinkeule aus Bussin, Lkr. Vorpommern-Rügen
- September: Endlich: Nach 111 Jahren gibt es ein weiteres Lurenpaar aus Mecklenburg-Vorpommern!
- August: Der Mann mit der Schüssel – Ein ungewöhnliches Grab und seine ungewöhnliche Beigabe aus Groß Markow, Lkr. Rostock
- Juli: Das Rätsel um den Silberlöffel von Quadenschönfeld, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Juni: Eine frühe Münzwerkstatt in Mecklenburg-Vorpommern? Gegossene ‚römische‘ Denare aus Raguth, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- Mai: Verbogen und zerbrochen. Münzen aus der Dorfkirche von Klein Rakow, Lkr. Vorpommern-Rügen
- April: Unheimlicher Beton im Wald bei Malchow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- März: Ledertasche mit Hintersinn: Ein mittelalterliches Meisterwerk aus Wismar
- Februar: Ente gut, alles gut! Bronzezeitliche Schiffe in Ostmecklenburg
- Januar: Unterirdische Gänge. Zeugnisse eines innovativen Verteidigungssystems der frühen Neuzeit in der Hansestadt Stralsund
2022 - Funde des Monats
- Dezember: Mit Almandinen und Goldfolie: Der Schmuck einer Dame aus den "besseren Kreisen" der Merowingerzeit
- November: Total verdreht und trotzdem eine runde Sache - Ein Wendelring aus der Müritz
- Oktober: Ansichtssache: Ein figürlicher Messerscheidenbeschlag aus Hohenbrünzow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Wie kam der Siegelstempel des Ratzeburger Bischofs Ludolf I. (1236-1250) nach Klütz, Lkr. Nordwestmecklenburg?
- August: Digitalisierung wirkt: Das (fast) gelöste Wrack-Rätsel vor Warnemünde
- Glasur- und Malproben aus der Stralsunder Fayencemanufaktur
- Juni: Slawische Schiffbaukunst - Neues vom Darsser Weststrand
- Mai: Die Drei von der Seenplatte
- April: Ungleiche Zwillinge: Die Doppelburg in der Eldeschleife bei Kieve, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- März: Von wegen keltisch: Ur- und frühgeschichtliche Feldsysteme im Nationalpark Jasmund (Insel Rügen)
- Februar: Präpositus Schliemann rettet ein Hügelgrab
- Januar: Stierköpfe in vielen Varianten: Der Münzschatz von Gorschendorf, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
2021 - Funde des Monats
- Dezember: Und die Herde wächst immer noch… Stierfiguren der römischen Kaiserzeit aus Vorpommern und dem östlichen Mecklenburg
- November: Fund mit Folgen: Wie das Tollensetal, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte, in den Fokus der Archäologie rückte
- Oktober: Schon lange kalt… Reste eines Kalkbrennofens bei Sassnitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- September: Haus mit Perle: Highlights aus einer wandernden Siedlung an der Stecknitz-Niederung bei Nostorf, Lkr. Ludwigslust-Parchim
- August: Wallgräben und Schanzen. Die Postierungslinie von 1712 bei Grimmen, Lkr. Vorpommern-Rügen
- Juli: Der Priesterkamp in der Gemarkung Wilhelmshof, Lkr. Vorpommern-Greifswald, im Spiegel der Münzfunde
- Juni: Heilige Pferde, heilige Rinder, heilige Hirsche: Neue Funde slawischer Tierfiguren aus Mecklenburg-Vorpommern
- Mai: Alles hat ein Ende - auch der Feuerstellenplatz von Naschendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg!
- April: Und es gibt sie doch - Eine "gotländische" Fibel aus Starrvitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- März: Ein Vogel mit "kaiserlicher" Verwandtschaft aus Rollwitz, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Zu Unzeiten versenkt und jetzt wieder aufgetaucht: Ein Kesseldepot aus Kratzeburg, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- Januar: Profis am Werk, Teil 2: Drehscheibenkeramik aus Bad Doberan, Lkr. Rostock
2020 - Funde des Monats
- Dezember: Dame mit Perlen - Ein völkerwanderungszeitliches Grab bei Steinfurth, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- November: Nur noch ein Schatten seiner selbst - Ein mittelslawisches Körpergrab bei Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Oktober: Profis am Werk: Bronzezeitliche Gießereigerätschaften aus Bad Doberan, Lkr. Rostock
- September: HERMANNVS - Wem gehörte das Petschaft aus Jarnitz auf Rügen?
- August: Feines Schuhwerk – Ein seltenes Miniaturgefäß aus der Nähe von Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Juli: "Nicht schlecht, Herr Specht!"
- Juni: Enten zahlen sich aus… oder: Onkel Dagobert zu Besuch
- Mai: Ein Blick in die Röhre - der spätbronzezeitliche Brunnen von Ferdinandshof, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- April: Dorfkirche Recknitz, Lkr. Rostock - Ein Blick(e) unter den Fußboden
- März: Trinkhorn und Schlange. Ein Bronzebeschlag aus Heinrichshof, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Zerschmolzener Luxus - ein kaiserzeitliches Grab aus Zarnekow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Der letzte Schliff - Ein "Schleifbahnenstein" aus Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
2019 - Funde des Monats
- Dezember: Schwein gehabt - Ein wilder Eber aus Tribohm, Lkr. Vorpommern-Rügen
- November: Überwundene Grenzen - Landwehren in Mecklenburg-Vorpommern
- Oktober: Solide gebaut: Mittelalterliche Holzstraßen in Penzlin, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Frisch geschärft - Ein bronzezeitliches Schwert aus dem Flachen See bei Sophienhof, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- August: Sieben auf einen Streich? Bronzezeitliche Gewaltopfer aus einem Grab bei Bad Doberan, Lkr. Rostock
- Juli: Versteinertes Eis – Eine Bergkristallfibel aus Vipperow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte, und ein Schmuckstein aus Gramzow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Juni: Mittelalterliche Schiffbaukunst vom Feinsten: Das "Große Schiff von Wismar"
- Mai: Bernstein für das Jenseits. Ein trichterbecherzeitliches Flachgrab bei Pasewalk, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- April: Amulett oder Recycling? Ein keltisches Glasarmringfragment aus Groß Strömkendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg
- März: Kleiner Fund ganz groß!
- Februar: Kulturtransfer der Völkerwanderungszeit - S-förmige Fibeln in Mecklenburg-Vorpommern
- Januar: Bouton enseigne - Knopfpilgerzeichen
2018 - Funde des Monats
- Dezember: Gold, ohne Weihrauch und Myrrhe - Ein völkerwanderungszeitliches Edelmetalldepot aus Gützkow
- November: Aus Abfall wird Geschichte… Ein Beitrag zur Entschlüsselung städtischer Wirtschafts- und Handwerksgeschichte am Beispiel von Anklam
- Oktober: Ein Dolch ist nicht genug
- September: Leider nur aus Ton – Der Geldscheißer von Anklam
- August: Von Rom bis Riga: Wallfahrten Wismarer Bürger im 13. Jahrhundert
- Juli: Eher Zeichen als Amulett? Ein Miniaturanker aus Usedom, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Juni: Drei auf einen Streich - skandinavische Schmuckstücke aus der Burg Arkona
- Mai: Das Beste kommt zum Schluss! Einzelgräber in Serie
- April: Licht im Dunkel der Geschichte: Der Kettenhalter eines romanischen Leuchters aus Zurow, Lkr. Nordwestmecklenburg
- März: Nach 246 Jahren - Kriminalfall wieder aufgerollt: Die Wiederentdeckung des Familiengrabes Hoffmann auf dem Wüsten Kirchhof in Neubrandenburg
- Februar: Lebensbaum statt Tierstil? Ein bronzenes Ortband aus Gramzow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Stört einmal der Schalenstein, so graben wir ihn einfach ein!
2017 - Funde des Monats
- Dezember: Megalithgräber neu entdeckt: Größer und anders als bekannt…
- November: Eine ausgemalte frühneuzeitliche Gruft mit Tonnengewölbe
- Oktober: Ganz schön groß… Ein Steingerätedepot aus Friedefeld, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- September: Die Mischung macht’s! Das einzigartige Schwert von Rossow
- August: Römer diesseits der Elbe?
- Juli: An der Tafel der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin
- Juni: Glanz in der Grube
- Mai: Hausurnen und Steinkisten
- April: Vom Suchen und Finden
- März: Spanische Uniformknöpfe - Zeugen einer Episode der Napoleonischen Kriege
- Februar: Brot und Stein… Eine gewichtige Trogmühle auf der Insel Rügen
- Januar: Römisches aus Mecklenburg! Ein Bronzebeschlag der römischen Kaiserzeit aus Basedow, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
2016 - Funde des Monats
- Dezember: Keine Ente! Ein Depot mit Askos-Gefäß aus der Tollense bei Klempenow
- November: Brandgefährlich - Töpfer vor dem Semlowertor in Stralsund
- Oktober: Brunnen ausgegraben - 2000 Jahre alte Hausteile gefunden
- September: Ein kleines Vermögen: Der Schatzfund von Tessin aus dem dreißigjährigen Krieg
- August: Ein Repräsentationsbau – "Tempel" oder "Fürstenhalle"?
- Juli: Zerstörte Pracht aus Limoges…Das Beschlagfragment eines Reliquienschreins aus der Hansestadt Stralsund
- Juni 2016: Hoch über dem Meer: Der erste wikingerzeitliche Anker aus Mecklenburg-Vorpommern
- Mai: Ein Becken aus Beckentin!
- April: Zu fein, um alt zu sein? - Das Fragment einer Hand mit Trinkhorn aus Groß Strömkendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg
- März: Manches ist anders, als es scheint…
- Februar: Exoten aus dem Greifswalder Untergrund
- Januar: Die Landschaft unter der Landschaft
2015 - Funde des Monats
- Dezember: Eine Ausgrabung ohne Aushub
- November: Fünf auf einen Streich
- Oktober: Fingerabdrücke des "Kalten Krieges"… ein Laserscan aus dem Abtshäger Forst, Lkr. Vorpommern-Rügen
- September: Bronzemesser mit Hörnerknauf aus Vorpommern
- August: "…Lapis olei…" Ein mittelalterlicher Öl- oder Lichterstein aus dem östlichen Vorpommern
- Juli: Das Antlitz des Festungserbauers
- Juni: Bronzepferdchen - norwegische Gewichte aus dem Mittelalter
- Mai: Eine Gotländerin in der Uckermark…?
- April: Der Gadebuscher Schlossberg in neuem Licht
- März: Hacksilber aus Görke: ein Generationenprojekt
- Februar: Keine Festung ohne Brücke
- Januar: Eine neue Rarität vom Kap Arkona
2014 - Funde des Monats
- Dezember: "Tiefpflügen" in der Eisenzeit? Brunnen mit hölzerner Pflugschar aus Kasselvitz, Insel Rügen
- November: 1945 versenkt – 2013 geborgen: Ein Kanonenrohr aus Anklam
- Oktober: Ein neuer Typ! – Die bronzene Plattenfibel von dem Brandgräberfeld Schönfeld bei Demmin, Lkr. Mecklenburgische Seenplatte
- September: Schwert und Topf … ein bemerkenswerter Neufund aus Rubitz, Lkr. Vorpommern-Rügen
- August: Beckenschlägerschüssel aus der Asche des Dreißigjährigen Kriegs
- Juli: 111 im Kreis – Eine Grabanlage der vorrömischen Eisenzeit aus Sellin
- Juni: Die Eysern Rohr kan ich eynfaßn / In Hültzen Schäfft / Mit eingelegtem Helffenbein - Büchsenschäfter in Stralsund
- Mai: Bürgerlicher Glanz von Herzogs Gnaden - Ein Wappenofen aus dem renaissancezeitlichen Neubrandenburger Rathaus
- April: Archäologische Sensation in Crivitz: Bronzezeitliches Männergrab mit Goldbeigaben
- März: … Sieben auf einen Streich … - Metallgefäße aus dem Mühlenteich der Stadt Gützkow, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Februar: Falsche Pfennige
- Januar: Jungsteinzeitliches Grab unter mittelalterlichen Ackerbauschichten
2013 - Funde des Monats
- Dezember: "Wie ein Sechser im Lotto!" – Der älterbronzezeitliche Flintsichelhort von Fährdorf, Lkr. Nordwestmecklenburg
- November: Tunnelblicke oder "Ist das auch Archäologie"? - Konstruktionselemente eines Denkmals des Kalten Kriegs im Pasewalker Kirchenforst
- Oktober: Trichterbecherzeitliche Kultanlage mit Knochendepot
- September - Kulturgutaustausch: Funde vom slawischen Burgwall in Gützkow
- August: Heilige Zeichen … Ein neu entdeckter Stein mit Radkreuz
- Juli: Arkonas Geheimnissen auf der Spur
- Juni: Das Ende des Fürstentums Rügen - ein Siegelstempel schreibt Geschichte
- Mai: Weit gestreut … Ein frühmittelalterlicher Hacksilberfund
- April: Dendrodatierte Holzkonstruktionen aus der späten römischen Kaiserzeit
- März: Schmuck aus dem Norden
- Februar: Weit gereist – Eine Glasphalere aus dem Osten
- Januar: Das Urteil des Paris
2012 - Funde des Monats
- Dezember: Viel mehr als nur "gebrannter Lehm"
- November: Herzoglicher Münzstempel aus der Münzstätte Barth
- Oktober: Das Rädchen rollt
- September: Echt Spitze – Unterwasserarchäologie mal ganz anders
- August: Dicht an dicht: Brandgräber auf der NEL-Trasse
- Juli: Adler im Schild
- Juni: Reliquienkreuz in der Ackerkrume
- Mai: Freude über den verlorenen Groschen …: Archäologische Prospektionsarbeiten in der mittelalterlichen Kirche von Lüdershagen
- April: Ein langer Weg: Von Altentreptow nach Santiago de Compostela
- März: Aus der Mode gekommen
- Februar: Im besten Sinne eine große Überraschung – Ein Megalithgrab bei Plestlin, Lkr. Vorpommern-Greifswald
- Januar: Drachen auf Rügen
2011 - Funde des Monats
- Dezember: Werft am Sund
- November: 1240 Jahre alt und noch immer gut erhalten
- Oktober: Dem Feinschmied über die Schulter geschaut
- September: Ein Spielstein von der Insel
- August: Die Dänen kommen …! – Bornholmer Detektorgruppe zu Besuch in Vorpommern
- Juli: Im Schutz höherer Mächte …
- Juni: Eine seltene Gewandspange
- Mai: Eine Grube passt nicht zu den anderen
- April: Ein über Jahrtausende begehrter Bestattungsplatz
- März: Brauen und brennen im Kloster
- Februar: Momentaufnahme aus dem Dreißigjährigen Krieg: Das Stralsunder Söldnergrab von 1628
- Januar: "… unam reysam versus Stromberch …"
2010 - Funde des Monats
- Dezember: Über eine Brücke muss man gehen
- November: Blicke in die Tiefe
- Oktober: Noch ganz frisch: Frühmittelalterlicher Silberhortfund
- September: Eins gesucht, zwei gefunden: Kurioser Schmuckfund aus der Bronzezeit
- August: Bisher unbekannt: ein slawischer Burgwall bei Tribsees
- Juli: Rentierjäger – lange gesucht und jüngst entdeckt
- Juni: Überraschendes unter dem Fußboden
- Mai: Schloss, Stadtmauer und Gräben
- April: Pferdeopfer in slawischer Vorratsgrube
- März: Tauffünten, Mühlsteine und Straßenpflaster … Denkmale der Steinbearbeitung in Mecklenburg-Vorpommern
- Februar: Glaube und Pracht auf Hiddensee
- Januar: Vor Ort gefertigt und zur Körperpflege benutzt: Die Bronzepinzette von Butzow, Lkr. Ostvorpommern
2009 - Funde des Monats
- Dezember: Grab eines hinkenden Reiters
- November: Leben und Arbeiten am Ostufer des Schweriner Sees
- Oktober: Byzanz in Mecklenburg
- September: Insularer Import im Slawenland
- August: Drei auf einen Schlag
- Juli: Vom Rhein an die Ostsee: Ein Messerscheidenbeschlag aus Rottmannshagen
- Juni: Von Slawen und Deutschen - Die Burganlage Haus Demmin
- Mai: Der größte seiner Art
- April: Vom Hindukusch nach Rügen
- März: Ein Heerlager im Walde
- Februar: Glück gehabt! - Hortfund in situ dokumentiert
- Januar: In den Brunnen gefallen - ein Lederetui mit Futteral und Kamm
2008 - Funde des Monats
- Dezember: Güstrower Pilgerzeichen: gefunden in der Hansestadt Wismar
- November: Stückweise: Das Pferdegeschirrdepot von Stormsdorf (Nordvorpommern)
- Oktober: Kriegswirren und geheime Schätze
- September: Das Spargeld der "grauen Mönche"
- August: März 1759 ... und wieder ein Stadtbrand
- Juli: Ein Wolfszahnnuckel aus Stralsund
- Juni: "Blaues" aus Genua
- Mai: Ein mittelalterlicher Weg in Rerik
- April: Frühe Warmluftheizung in einem Profanbau
- März: Wo einst die Meiler rauchten...
- Februar: Ein Gast aus dem Norden
- Januar: "Musik liegt in der Luft...": Archäologisch nur schwer nachweisbar
2007 - Funde des Monats
- Dezember: Goldschmiedekunst in Perfektion: Der Goldberlock aus Netzeband
- November: Mesolithische Paddel von der Insel Rügen
- Oktober: Bei Ausgrabungen auf dem Marktplatz von Neubrandenburg wurden Teile der vermissten Städtischen Kunstsammlung freigelegt
- September: Bienenstock im Brunnen?
- August: Ein sakrales Kleinod aus Zarrentin
- Juli: Ältere römische Kaiserzeit im Binnenland
- Juni: Neues aus der Jungbronzezeit
- April: Burgherrschaft spielt Schach



